DDR-Besitz Bundesregierung will Ost-Immobilien loswerden

Es soll eine Milliardensumme bringen: Der Bund will bald das staatseigene Unternehmen TLG Immobilien verkaufen, das Häuser und Grundstücke ehemaliger DDR-Großunternehmen besitzt. Der Verkehrswert der TLG-Immobilien belaufe sich auf 1,76 Milliarden Euro.
Reste des DDR-Besitzes: Bund vor Verkauf bisher übrig gebliebener Immobilien

Reste des DDR-Besitzes: Bund vor Verkauf bisher übrig gebliebener Immobilien

Foto: ARND WIEGMANN/ REUTERS

Berlin - Der Bund will sich von seinen ostdeutschen Immobilien trennen. Wie das Finanzministerium am Dienstagabend mitteilte, soll das Bundesunternehmen TLG Immobilen veräußert werden. Es sei mit einem aktuellen Verkehrswert seiner Immobilien von 1,76 Milliarden Euro eines der führenden ostdeutschen Immobilienunternehmen.

Die TLG war vor 20 Jahren als Treuhand Liegenschaftsgesellschaft gegründet worden, um die "nicht betriebsnotwendigen" Grundstücke der DDR-Großunternehmen zu vermarkten. Alleingesellschafterin ist seit 1995 die Bundesrepublik.

Bereits 2008 war ein Verkauf der TLG geplant, die Pläne wurden aber damals aufgrund der Finanzkrise abgebrochen. Das Bundesfinanzministerium verwies nun auf das gegenwärtig "sehr positive" Wirtschafts- und Immobilienumfeld in Deutschland. Das Ministerium erwarte, einen guten Verkaufspreis zu erzielen. Die TLG soll in zwei Teilen verkauft werden.

Der Bund will sich im nächsten Jahr in stärkerem Umfang von Unternehmensanteilen trennen. Das geht aus den Haushaltsplänen von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für 2012 hervor. Danach wurden die ursprünglich veranschlagten Privatisierungserlöse nach oben korrigiert.

kst/dpa-afx
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