Beruflicher Wiedereinstieg Union will Haushaltshilfen finanzieren

Die Union verfolgt offenbar Pläne für einen staatlichen Zuschuss bei der Bezahlung von Haushaltshilfen. Damit soll nichtarbeitenden Müttern der  Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert werden.
Mutter mit Baby: Sechs Euro pro Stunde sollen Frauen, die in ihren Beruf zurückkehren wollen, für die Bezahlung einer Haushaltshilfe erhalten

Mutter mit Baby: Sechs Euro pro Stunde sollen Frauen, die in ihren Beruf zurückkehren wollen, für die Bezahlung einer Haushaltshilfe erhalten

Foto: dapd

Dortmund/Berlin - Die Union plane einen staatlichen Zuschuss für die Entlohnung von Haushaltshilfen, schreiben die "Ruhr Nachrichten". Die Förderung der haushaltsnahen Dienstleistungen für Wiedereinsteigerinnen solle so ausgestaltet werden, "dass der Anspruch pro Frau auf 18 Monate beschränkt ist und eine Förderung in Höhe ca. sechs Euro pro in Anspruch genommener Dienstleistungsstunde gewährt wird", zitiert das Blatt aus einem ihm vorliegenden Antragsentwurf der Unionsfraktion, der nun mit der FDP abgestimmt werden solle.

Den Plänen zufolge solle die Förderung auf Basis von Gutschein- beziehungsweise Guthabenmodellen erfolgen. In einer ersten Stufe solle sie sich auf Frauen beschränken, "die nach einer längeren Erwerbsunterbrechung vor der Herausforderung stehen, den beruflichen Wiedereinstieg zu organisieren".

Die Erfahrungen sollten in einer zweiten Stufe genutzt werden, um den Adressatenkreis zu erweitern, "insbesondere auf Familien mit mehreren Kindern unter 14 Jahren oder Haushalte, in denen die Frau als Familienernährerin besondere Belastungen schultern muss".

In Deutschland seien 5,6 Millionen Frauen im Alter zwischen 25 und 59 Jahren nicht berufstätig. "Viele von ihnen möchten nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung gerne wieder erwerbstätig sein", heiße es in dem Antrag.

mg/dpa
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