Höhenflug Firmen suchen Mitarbeiter wie nie zuvor

Gute Chancen für Jobsucher: Die Unternehmen in Deutschland suchen so stark nach Arbeitskräften wie seit Jahren nicht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit hat den höchsten Wert seit seiner Einführung im Jahr 2004 erreicht. Und der Höhenflug scheint noch eine Weile anzuhalten.
Neue Jobs: Deutschlands Unternehmen suchen vergleichsweise viele neue Mitarbeiter

Neue Jobs: Deutschlands Unternehmen suchen vergleichsweise viele neue Mitarbeiter

Foto: Arne Dedert/ picture alliance / dpa

Nürnberg - Wer einen neuen Job sucht, hat aktuell vergleichsweise Chancen: Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist im Juni auf einen Rekordwert gestiegen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) stieg auf 168 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit seiner Einführung 2004. Grund für die starke Nachfrage nach Mitarbeitern sei die gute wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik, teilte die BA am Mittwoch mit.

Viele Firmen suchten neue Mitarbeiter, zudem nutzten viele Arbeitnehmer die aktuelle Situation zum Stellenwechsel, so dass Nachfolger gefunden werden müssten. Das führe für manche Firmen zu Schwierigkeiten: Betriebe berichteten teilweise von Problemen, ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu finden, schrieben die Experten; vermehrt werden offenbar auch Fachkräfte im Ausland gesucht. "Infolge dessen dauert die Stellenbesetzung länger und die Stellenzahl bleibt hoch."

Vor allem in der Zeitarbeit würden viele neue Mitarbeiter gesucht, teilte die BA weiter mit. Etwa jedes dritte Gesuch gehe auf ihr Konto. Aber auch im Handel, am Bau, in der Gastronomie und im Gesundheitssektor hätten Stellensuchende gute Chancen.

Der von der BA entwickelte Stellenindex BA-X war seit Mitte 2009 stets kräftig nach oben gegangen, aber von Februar an ließ die Dynamik spürbar nach. Im Mai dann sank die Einstellungsbereitschaft zum ersten Mal seit der Wirtschaftskrise wieder - und die Bundesagentur war skeptisch, ob dieser zeitüunkt eine Trendwende nach unten markieren könnte. Nun ist die Zahl der offenen Stellen wieder gestiegen. Die derzeit vergleichsweise gute Bewerberlagen scheint doch noch eine Zeit lang anzuhalten.

kst/rtr/dpa

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