Ausbauziel verfehlt Regierung kürzt Solarförderung doch nicht

In Deutschland sind zuletzt weniger neue Solaranlagen installiert worden als geplant. Deshalb will die Regierung die Förderhöhe nun doch beibehalten. Für das Gesamtjahr rechnet sie nur noch mit einem Zubau von 2800 Megawatt statt wie geplant 3500.
Bleibt attraktiv: Die Förderung für Solaranlagen wird nicht gekürzt

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Foto: dapd

Berlin - Die Bundesregierung will nach einem Zeitungsbericht auf die eigentlich zum 1. Juli geplante Kürzung der Solarförderung verzichten. Es werde im Juli keine Absenkung der Vergütung geben, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Katherina Reiche, der "Financial Times Deutschland".

Grund dafür sei, dass von März bis Mai außergewöhnlich wenige Solaranlagen neu installiert und gemeldet wurden. "Es sind nur 700 Megawatt installiert worden", sagte Reiche. Hochgerechnet auf das Jahr wären das 2800 Megawatt - und damit weniger als der Zielwert der Regierung von 3500 Megawatt Ausbau pro Jahr.

Derzeit liegt der Vergütungssatz für kleine Dachanlagen bis 30 Kilowatt bei 28,74 Cent pro Kilowattstunde. Geplant war ursprünglich ein Kürzung von bis zu 15 Prozent.

nis/dapd/dpa

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