Bürgerschaftswahl Rot-Grün gewinnt in Bremen

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen kann sich nach ersten Prognosen auf vier weitere Jahre an der Regierungsspitze einstellen. Seine Sozialdemokraten wurden klar stärkste Kraft. Sein grüner Koalitionspartner verdrängte laut ersten Zahlen von ARD und ZDF die CDU von Platz zwei.
Wahlsieger: Bremens Bürgermeister Böhrnsen hat das SPD-Ergebnis verbessert

Wahlsieger: Bremens Bürgermeister Böhrnsen hat das SPD-Ergebnis verbessert

Foto: dapd

Bremen - SPD und Grüne können ihre Koalition im Bundesland Bremen nach vier Jahren mit breiter Mehrheit fortsetzen. CDU und FDP erlebten bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag laut Prognosen ein Debakel: Die CDU wurde erstmals bei einer Landtagswahl von den Grünen überholt, die Liberalen flogen aus dem Parlament.

Nach den Prognosen von ARD und ZDF um 18 Uhr verbessert sich die SPD leicht auf 38 Prozent, nach 36,7 Prozent vor vier Jahren. Die Grünen steigern sich von 16,5 auf 22,5 bis 23 Prozent. Damit stärken sie ihr Gewicht in der rot-grünen Koalition von SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen.

Dagegen rutscht die CDU von 25,6 auf 20 bis 21,5 Prozent ab. Die FDP scheitert mit 3 Prozent unmittelbar nach ihrem Führungswechsel im Bund klar an der Fünf-Prozent-Hürde (2007: 6,0 Prozent). Die Linke dürfte dagegen mit 5,5 bis 6 Prozent den Einzug in die Bürgerschaft wieder schaffen (2007: 8,4).

Die Sitzverteilung laut Prognosen: SPD 35, Grüne 22, CDU 19 oder 20, Linke 5 oder 6. Die Wählervereinigung "Bürger in Wut" kann wegen ihres Ergebnisses in Bremerhaven mit einem Mandat in der Bürgerschaft rechnen.

Die Auszählungen dauern wegen des komplizierten Wahlrechts in Bremen voraussichtlich bis Mittwoch. Laut ARD lag die Wahlbeteiligung bei 54 Prozent - das sind 3,5 Punkte weniger als 2007.

Nach Hamburg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden- Württemberg war der Zwei-Städte-Staat Bremen das fünfte Bundesland im Superwahljahr 2011, in dem die Bürger über ein neues Parlament entschieden. Bremen/Bremerhaven ist die letzte SPD-Hochburg, in der seit Endes des Krieges die Sozialdemokraten die Regierungschefs stellen.

nis/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.