Private Bahnen Lokführer streiken bis Freitag

Die Lokführer der Privatbahnen legen erneut ihre Arbeit nieder. Der Ausstand bei neun Wettbewerbern der Deutschen Bahn soll heute um 14 Uhr beginnen und 72 Stunden dauern.
Alle Zeichen auf Rot: Der 72-stündige Streik ist der längste im aktuellen Tarifkonflikt

Alle Zeichen auf Rot: Der 72-stündige Streik ist der längste im aktuellen Tarifkonflikt

Foto: Z1003 Jens Büttner/ dpa

Frankfurt am Main - Die Lokführergewerkschaft GDL hat zu einem neuen, diesmal 72-stündigen Streik bei privaten Wettbewerbern der Deutschen Bahn aufgerufen. Der Ausstand soll am heutigen Dienstag um 14 Uhr beginnen und bis Freitag um 14 Uhr dauern.

Vor knapp zwei Wochen war der bislang letzte Ausstand der Lokführer bei den DB-Konkurrenten. Der 60-Stunden-Streik war der bisher längste Streik im aktuellen Tarifkonflikt.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte sich verpflichtet, bis zum vergangenen Sonntag nicht zu streiken. Die Bahnunternehmen wurden zu Verhandlungen aufgefordert. Alle Unternehmen der Hessischen Landesbahn sowie ein Teil der Unternehmen von Netinera und Benex haben nach Angaben der Gewerkschaft verhandlungsfähige Angebote gemacht. Mit ihnen befindet sich die GDL in Verhandlungen und hat Streiks ausgesetzt.

Doch die Unternehmen des Veolia-Konzerns, die AKN Eisenbahn AG, die Prignitzer Eisenbahngesellschaft (PEG) und die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) lehnten Verhandlungen über einen flächendeckenden Tarif weiter ab. In dem Tarifkonflikt kämpft die GDL neben einer Entgelterhöhung vor allem für einen flächendeckenden Tarifstandard auf dem hohen Niveau der Deutschen Bahn (DB).

"Die Sturheit der Unternehmen ist nicht zu begreifen und offensichtlich geht es gar nicht mehr um Kompromissfindung und Konfliktbeilegung", sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky.

Zur Liste der aktuell zu bestreikenden Unternehmen gehören nach GDL-Angaben neun Firmen. Dies sind die AKN Eisenbahn AG, Bayerische Regiobahn GmbH, Berchtesgadener Land Bahn GmbH, Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL) und Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB). Zudem zählen dazu die Ostseeland Verkehr GmbH (OLA), Prignitzer Eisenbahn (Betriebsteil NRW), Veolia Verkehr Regio Ost GmbH und Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH.

mg/dpa-afx

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