Baubranche Lohnangleichung in Ost und West

Bei den Schlichtungsgesprächen im Tarifstreit des deutschen Baugewerbes ist eine Einigung erzielt worden. Die rund 700.000 Beschäftigten bekommen in zwei Schritten mehr Geld, zudem sollen die Gehälter in Ost und West angeglichen werden.
Lohnplus für Baubeschäftigte: Im Westen gibt es 3 Prozent mehr Geld, im Osten 3,4 Prozent

Lohnplus für Baubeschäftigte: Im Westen gibt es 3 Prozent mehr Geld, im Osten 3,4 Prozent

Foto: Justin Sullivan/ Getty Images

Potsdam - Die bundesweit rund 700.000 Beschäftigten des Bauhauptgewerbes erhalten mehr Lohn. Mit diesem Ergebnis endete am Donnerstagmorgen in Potsdam die Schlichtung im Tarifkonflikt.

Demnach steigen zum 1. Mai die Entgelte im Westen um 3 Prozent und zum 1. Juni 2012 um 2,3 Prozent. Im Osten soll es von Juni an 3,4 Prozent und ab 1. August 2012 schließlich 2,9 Prozent mehr geben.

Der Schlichter und ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement betonte, es sei kompliziert gewesen, zu einem Ergebnis zu kommen. "Es ist ein Kompromiss", stellte er klar. Doch angesichts der komplizierten Strukturen im Bauhauptgewerbe in Ost und West sei er froh, dass ein Tarifvertrag für alle zustande gekommen sei.

Die Gewerkschaft hat für die Beschäftigten am Bau 5,9 Prozent mehr Gehalt gefordert. Die Arbeitgeber boten ab April 2,5 Prozent mehr Lohn an und ab April 2012 weitere 2,5 Prozent bei einer Tariflaufzeit von 24 Monaten.

Nach einem Schlichterspruch, haben Arbeitgeber und Gewerkschaft 14 Tage Zeit, dem Beschluss zuzustimmen oder ihn abzulehnen. Erst wenn auch die Schlichtung scheitert, kann die Gewerkschaft streiken. Beide Seiten haben aber bereits angekündigt, den Schlichterspruch zur Annahme zu empfehlen.

mg/dpa-afx/rtr
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