Demografiebericht Deutschland ist das Altenheim der EU

Die Deutschen sind mit durchschnittlich 44,2 Jahren die ältesten Bürger der Europäischen Union. Der aktuelle Demografiebericht bestätigt den Trend, dass die deutsche Bevölkerung immer älter wird und gleichzeitig weiter schrumpft. Ein anderer EU-Staat wird Deutschland aber wohl bald überholen.
Rentner: 20,7 Prozent der Deutschen sind über 65 Jahre alt

Rentner: 20,7 Prozent der Deutschen sind über 65 Jahre alt

Foto: Joerg Sarbach/ ASSOCIATED PRESS

Brüssel - Die Deutschen sind im Schnitt 44,2 Jahre alt und damit die ältesten Bürger innerhalb der Europäischen Union. Das geht aus dem am Freitag vorgestellten Demografiebericht der EU-Kommission und des Europäischen Statistikamtes Eurostat hervor.

Auch der Anteil von Menschen ab 65 Jahren an der Gesamtbevölkerung liegt mit 20,7 Prozent europaweit an der Spitze. Und weil in der Bundesrepublik die Geburtenrate mit 1,36 Kindern pro Frau (im Jahr 2009) nach wie vor am unteren Ende liegt und die Einwanderungsbilanz ins Minus gerutscht ist, wird sich der Trend in den kommenden Jahrzehnten verschärfen, schreiben die Experten.

Die Bevölkerung in Deutschland werde bis 2050 um 10 Prozent sinken. Zugleich werde der Anteil von Menschen im Alter von 65 Jahren und mehr bis 2060 auf 33 Prozent ansteigen, deutlich über dem prognostizierten EU-Durchschnitt von 30 Prozent.

Allerdings gibt es eine Gruppe von EU-Staaten in Zentral- und Osteuropa, deren Bevölkerung noch schneller altert. Besonders dramatisch wird die Entwicklung in der Slowakei aussehen: Dort wird sich der Anteil der Menschen ab 65 Jahren von 12,3 Prozent im vergangenen Jahr auf 36,1 Prozent im Jahr 2060 fast verdreifachen.

mg/dapd

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