Atomkraft FDP will acht Atommeiler stilllegen

Die FDP will erreichen, dass die acht vorübergehend abgeschalteten Atommeiler endgültig stillgelegt werden. Dazu strebe seine Partei einen Konsens mit den Betreibern an, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Eine Übertragung von Reststrommengen auf jüngere Meiler soll es nicht geben.
Abklingbecken im AKW Krümmel: Das Kraftwerk Krümmel bei Geesthacht steht seit 2007 still. Zudem wurden sieben weitere Kraftwerke, die vor 1980 ans Netz gegangen waren, nach der Atomkatastrophe in Fukushima abgeschaltet

Abklingbecken im AKW Krümmel: Das Kraftwerk Krümmel bei Geesthacht steht seit 2007 still. Zudem wurden sieben weitere Kraftwerke, die vor 1980 ans Netz gegangen waren, nach der Atomkatastrophe in Fukushima abgeschaltet

Foto: dapd

Berlin - Vorbild der Gespräche mit den Atomkonzernen sollen die von Rot-Grün geführten Konsensgespräche des Jahres 2000 sein, wie Lindner sagte. Sie sollen möglichst bald stattfinden. Jetzt müsse "rasch Rechtssicherheit" geschaffen werden.

Derzeit sind die sieben vor 1980 ans Netz gegangenen deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet. Zudem steht seit 2007 nach verschiedenen Pannen das AKW Krümmel (Schleswig-Holstein) fast ununterbrochen still.

SPD und Grüne fordern, dass diese acht Anlagen endgültig stillgelegt werden und die Reststrommengen nicht auf neuere Anlagen übertragen werden können.

Wenn die Regierung die Meiler nach Ende des Moratoriums am 15. Juni auf Dauer vom Netz lassen will, muss ein neues Atomgesetz erlassen werden. Eigentlich hatten sich Union und FDP darauf verständigt, die Ergebnisse einer technischen Untersuchungskommission sowie eines Ethik-Rates zur Atomenergie abzuwarten.

Derzeit sind in Deutschland noch acht Atomkraftwerke am Netz. Das AKW Grafenrheinfeld (Bayern) wurde am Wochenende für Revisionsarbeiten abgeschaltet

la/apd
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