Bundesarbeitsministerium Renten steigen um 1 Prozent

Die 20 Millionen Rentner in Deutschland bekommen ab Juli 2011 mehr Geld. Da die Löhne und Gehälter im vergangenen Jahr kräftig gestiegen sind, sollen nun auch die Renten angepasst werden.
Ab Juli mehr Geld: Wegen der im Vorjahr wirksam gewordenen Rentengarantie steigen die Renten nicht um 2 Prozent, sondern nur um 1 Prozent

Ab Juli mehr Geld: Wegen der im Vorjahr wirksam gewordenen Rentengarantie steigen die Renten nicht um 2 Prozent, sondern nur um 1 Prozent

Foto: DPA

Berlin - Die Altersbezüge der 20 Millionen Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli dieses Jahres um knapp 1 Prozent. Das teilte das Bundesarbeitsministerium unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes mit. Die Rentner profitieren demnach von den 2010 gestiegenen Löhnen und Gehältern. Die genaue Rentensteigerung liegt bei 0,99 Prozent.

2011 ist das erste Jahr, in dem wegen der im Vorjahr wirksam gewordenen Rentengarantie die Steigerung der Altersbezüge gekappt wird. Die Rentengarantie besagt, dass auf eine Kürzung der Altersbezüge verzichtet wird, auch wenn sich eine solche aus der Lohnentwicklung ergäbe. Zur Kompensation werden anstehende Rentensteigerungen in den Folgejahren halbiert. Hätte die Rentengarantie im vergangenen Jahr also nicht gegriffen, würden die Altersbezüge in diesem Jahr um knapp 2 Prozent steigen.

"Ich freue mich, dass trotz des Ausgleichs für die Rentengarantie bereits in diesem Sommer ein spürbares Plus für die Rentner möglich ist", erklärte Bundearbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). "Es war gut, dass die Rentengarantie im vergangenen Jahr ein rechnerisch gebotenes Absenken der Rente verhindert hat."

Grundlage der Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Mit der wirtschaftlichen Erholung im vergangenen Jahr sind die Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland wieder kräftig gestiegen. Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung im Jahr 2010 beträgt 3,10 Prozent in den alten Ländern und 2,55 Prozent in den neuen Ländern. Neben der Lohnentwicklung sind aber auch der Nachhaltigkeitsfaktor und der sogenannte Riester-Faktor relevant, die die Rentensteigerung dämpfen.

mg/afp
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