Deutschland Staatsschulden steigen auf zwei Billionen Euro

Die Schulden von Bund, Länder und Gemeinden sind in 2010 um mehr als 300 Milliarden Euro auf knapp zwei Billionen Euro geklettert. Für den höchsten absoluten Zuwachs in der Geschichte der Statistik sorgten vor allem die Kosten zur Bekämpfung der Bankenkrise.
Die Schuldentürme in Deutschland wachsen und wachsen. Die Schuldenlast der öffentlichen Haushalte von Bund, Länder und Kommunen ist im Jahr 2010 um mehr als 300 Milliarden Euro geklettert

Die Schuldentürme in Deutschland wachsen und wachsen. Die Schuldenlast der öffentlichen Haushalte von Bund, Länder und Kommunen ist im Jahr 2010 um mehr als 300 Milliarden Euro geklettert

Foto: dpa

Wiesbaden - Die Schuldenlast der öffentlichen Haushalte ist im vergangenen Jahr auf fast zwei Billionen Euro gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt nach ersten vorläufigen Ergebnissen am Montag berichtete, lagen Ende 2010 die Schulden bei 1998,8 Milliarden Euro.

Mit einem Plus von 18 Prozent oder 304,4 Milliarden Euro war dies der höchste absolute Zuwachs des Schuldenstandes in einem Jahr seit Bestehen der Statistik. Rechnerisch entspricht dies einer Pro-Kopf-Verschuldung von 24.450 Euro. Maßgeblich für den starken Anstieg waren die Ausgaben zur Bekämpfung der Finanzkrise und Hilfsmaßnahmen für die Hypo Real Estate und die WestLB.

Beim Bund erhöhte sich der Schuldenstand im vergangenen Jahr um 21,9 Prozent auf nun 1.284,1 Milliarden Euro. Die Länder waren Ende 2010 mit etwa 595,3 Milliarden Euro verschuldet, dies entsprach einem Zuwachs von 13 Prozent. Nur Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gelang es, den Schuldenstand zu verringern. Die Verschuldung der Kommunen wuchs um 4,9 Prozent auf knapp 119,4 Milliarden Euro.

Die Zahlen beziehen sich auf die Kreditmarktschulden und Kassenkredite. Sie gelten für die Kernhaushalte des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbände und ihre jeweiligen Extrahaushalte.

rei/dpa-afx/dapd

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