Mittwoch, 21. August 2019

Quote oder Selbstverpflichtung Von der Leyen stellt Ultimatum zur Frauenquote

Bundesarbeitsministerin von der Leyen: "Unter 25 bis 30 Prozent Frauenanteil in Führungspositionen würde ich gar nicht anfangen zu verhandeln"

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, droht deutschen Unternehmen mit einer gesetzlichen Frauenquote. Die einzige Alternative zur gesetzlichen Quote bestehe in einer zügigen Selbstverpflichtung der Wirtschaft, sagte von der Leyen im Interview mit manager magazin.

Hamburg - "Angesichts der nur mit der Lupe erkennbaren Fortschritte der vergangenen zehn Jahre schließe ich eine gesetzliche Regelung über einen Mindestanteil von Frauen in Führungspositionen von Unternehmen nicht mehr aus", sagte die Unionspolitikerin von der Leyen im Interview mit dem manager magazin, das ab Freitag, 21. Januar, erhältlich ist.

Die einzige Alternative zur gesetzlichen Quote bestehe in einer zügigen, "verbindlichen" und "öffentlich nachvollziehbaren" Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft zu mehr Frauen in Führungspositionen.

Gegenüber manager magazin konkretisierte die Ministerin auch ihre Mindestanforderung an eine solche Selbstverpflichtung: "Unter 25 bis 30 Prozent Frauenanteil in Führungspositionen würde ich gar nicht anfangen zu verhandeln. Das Entscheidende ist eher der Zeitraum für die Umsetzung. Ich sage mal: Es sollten weniger Jahre sein, als meine Hand Finger hat."

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