Prognoseanhebung Regierung erwartet höheres Wachstum

Die Bundesregierung wird ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr voraussichtlich deutlich erhöhen. Zudem geht die Koalition offenbar davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen 2010 durchschnittlich bei 2,94 Millionen liegen wird - dem niedrigsten Wert seit 1991.
Positiver Blick in die Zukunft: Die Bundesregierung erwartet für 2011 offenbar ein Wachstum von 2,25 Prozent, statt wie zuvor von 1,8 Prozent

Positiver Blick in die Zukunft: Die Bundesregierung erwartet für 2011 offenbar ein Wachstum von 2,25 Prozent, statt wie zuvor von 1,8 Prozent

Foto: REUTERS

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) werde kommende Woche seine Vorhersage für dieses Jahr auf rund 2,25 Prozent von bislang 1,8 Prozent anheben, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise. Dies habe die Abstimmung mit den anderen Ressorts ergeben.

Zudem berichtete die "Rheinische Post", die Regierung gehe für dieses Jahr von durchschnittlich 2,94 Millionen Arbeitslosen aus, die niedrigste Zahl seit 1991. Eine Sprecherin Brüderles lehnte eine Kommentierung dieser Wachstums- und Arbeitslosenzahlen ab und verwies auf die Veröffentlichung der neuen Wirtschaftsprognosen am kommenden Mittwoch.

Brüderle selbst hatte bereits erklärt, er sehe gute Chancen, dass das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr eine zwei vor dem Komma erreichen könnte. Das sei zwar weniger als die 3,6 Prozent des vergangenen Jahres, doch bleibe Deutschland damit auf einem gesunden Wachstumspfad.

Der Wirtschaftsminister hat das Ziel ausgegeben, auch die längerfristige jahresdurchschnittliche Wachstumsrate der deutschen Volkswirtschaft auf eine Größenordnung von rund 2 Prozent anzuheben, rund ein halber Prozentpunkt mehr als das der letzten Jahre.

mg/rtr
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