Montag, 20. Mai 2019

China Importverbot für deutsches Schweinefleisch

Verseuchtes Tierfutter: Auch im Schweinefleisch ließ sich das krebserregende Dioxin nachweisen

Wegen des Skandals um dioxinverseuchte Lebensmittel hat auch China die Einfuhr von Schweinefleisch und Eiprodukten aus Deutschland verboten. Die Volksrepublik hatte bisher große Mengen an deutschem Schweinefleisch importiert.

Peking - Das Importverbot für Schweinefleisch und Eierprodukte aus Deutschland gelte bereits seit Dienstag, teilte die chinesische Behörde für Lebensmittelsicherheit auf ihrer Internetseite mit.

Lebensmittelladungen, die bereits in China eingetroffen seien, würden untersucht und nur dann zugelassen, wenn sie sicher seien, hieß es in der Mitteilung der Behörde. Die Maßnahme sei getroffen worden, um die Gesundheit der Verbraucher in China zu schützen.

Das Dioxin gelangte über den Futterfetthersteller Harles & Jentzsch aus Schleswig-Holstein in den Lebensmittelkreislauf. Vorsorglich waren zeitweise Tausende Höfein Deutschland mit einer Handelssperre belegt worden

Bislang wurde Dioxin in Deutschland in Eiern nachgewiesen sowie in Legehennen, die nicht zum Verzehr bestimmt waren. Am Dienstag entdeckten Kontrolleure dann erstmals auch Dioxin in Schweinefleisch. Womöglich ist belastetes Fleisch auch in den Handel gekommen.

Auch Südkorea setzte den Import von deutschem Schweinefleisch vor einigen Tagen aus, Russland kündigte an, die Kontrollen für Fleisch aus Deutschland und anderen europäischen Staaten zu verschärfen. Die Slowakei wollte den Verkauf deutschen Geflügelfleisches und von Eiern zunächst untersagen, ruderte dann aber zurück.

Das Verbot für die Einfuhr von Schweinefleisch und Eiprodukten aus Deutschland sei am 11. Januar in Kraft getreten, hieß es am Mittwoch auf der Internetseite der Behörde für Lebensmittelsicherheit. Ladungen, die sich bereits im Land befänden, würden auf Dioxin untersucht.

mg/afp/rtr

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