Dioxin-Skandal Razzia bei Futtermittelfirma

Im Skandal um Dioxin in Tierfutter und Eiern haben Ermittler den Futterhersteller Harles & Jentzsch in Uetersen durchsucht. Polizisten und Staatsanwälte gingen am Mittwoch auf das Betriebsgelände, um Beweismittel sicherzustellen. Auch ein Betrieb in Bösel, der ein Tanklager und eine Futterfett-Rührstation betreibt, wurde durchsucht.
Polizisten betreten das Werksgelände von Harles und Jentzsch in Uetersen: Die Staatsanwaltschaft führt ein Ermittlungsverfahren gegen den Futtermittelhersteller

Polizisten betreten das Werksgelände von Harles und Jentzsch in Uetersen: Die Staatsanwaltschaft führt ein Ermittlungsverfahren gegen den Futtermittelhersteller

Foto: CHRISTIAN CHARISIUS/ REUTERS

Itzehoe - Die Staatsanwaltschaft Itzehoe führt ein Ermittlungsverfahren gegen die Leitung des Unternehmens. Es soll technische Mischfettsäuren, die für die Papierherstellung bestimmt waren, für Futtermittel verwendet haben. In Uetersen fuhren am Mittag Polizisten und zivile Ermittler in mehreren Fahrzeugen vor.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es eine gerichtlich angeordnete Durchsuchung gebe. Das betreffe auch einen Betrieb im niedersächsischen Bösel, sagte Behördensprecher Friedrich Wieduwilt. Das Werk bei Cloppenburg betreibt ein Tanklager und eine Futterfett-Rührstation für Harles & Jentzsch.

Bis zu 3000 Tonnen verseuchtes Futterfett wurden nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums im November und Dezember hergestellt und gingen an 25 Futtermittelhersteller in mindestens vier Bundesländern.

Anders als zunächst angenommen, wurden auch Agrarbetriebe in Schleswig-Holstein mit belastetem Futter beliefert. Es kam von einem Hamburger Händler, der Vorprodukte aus Uetersen bezogen hatte.

la/dpa
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