Montag, 16. September 2019

Jobwunder Beschäftigungsrekord in Deutschland

Mehr Jobs in Deutschland: Die Beschäftigungsmöglichkeiten bessern sich Schritt für Schritt

In Deutschland haben im Oktober mit mehr als 40,9 Millionen Menschen so viele Frauen und Männer einen Job gehabt wie nie zuvor. Zugleich sinkt die Arbeitslosenquote für November auf 7 Prozent. Grund ist die brummende Wirtschaft - und der Aufwärtstrend setzt sich offenbar fort.

Wiesbaden - Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland hat im Oktober einen neuen Rekordstand erreicht. Insgesamt wurden rund 40,9 Millionen Erwerbstätige gezählt - 405.000 oder 1,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das sei der höchste Stand seit der Wiedervereinigung, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Der alte Rekord im Oktober 2008 mit 40,77 Millionen Beschäftigten wurde damit gebrochen. Zugleich sinkt hierzulande die Arbeitslosenzahl.

"Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit nehmen erneut deutlich zu, und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt", sagte Frank-Jürgen Weise, der Chef der Bundesagentur für Arbeit.

Der Aufwärtstrend wird sich Experten zufolge fortsetzen. "Der Arbeitsmarkt brummt", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Beschäftigtenmarke von 41 Millionen übersprungen wird." Rund die Hälfte des Beschäftigungszuwachses komme derzeit noch von der Zeitarbeit. "In den kommenden Monaten werden aber zunehmend dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse folgen", sagte Rees.

Damit setzte sich die gute Entwicklung der vergangenen Monate fort. Im Oktober war die Zahl der Arbeitslosen auf 2,945 Millionen und damit erstmals seit gut zwei Jahren wieder unter die Drei-Millionen-Marke gesunken. Sie hatte zugleich den niedrigsten Oktoberstand seit 1992 erreicht.

Arbeitslosigkeit im November auf 7 Prozent gesunken

Das seien gute Nachrichten für den privaten Konsum. Er werde 2011 voraussichtlich um 2 Prozent zulegen, was für deutsche Verhältnisse sehr stark sei. "Die Angst vor Arbeitslosigkeit ist fast auf einem Rekordtief, nachdem sie im Zuge der Finanzkrise noch ein Rekordhoch erreicht habe", sagte Rees. Dadurch sitze das Geld bei den Verbrauchern wieder lockerer.

Der Aufschwung hat auch die Zahl der Arbeitslosen weiter gedrückt. Die Zahl der Arbeitslosen ist im November weiter gesunken und unter der Drei-Millionen-Marke geblieben. 2,931 Millionen Menschen waren in Deutschland auf Jobsuche; das sind 14.000 weniger als im Oktober und 284 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 7,0 Prozent nach 7,6 Prozent im Vorjahresmonat.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte: "Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit nehmen erneut deutlich zu, und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt."

Die gute Entwicklung zeigt sich auch bei den saisonbereinigten Daten. So sank die um jahreszeitliche Einflüsse korrigierte Erwerbslosenzahl um 9000 auf 3,144 Millionen; 6000 davon entfielen auf den Westen, 3000 auf den Osten. Schnee und Frost schlagen sich in den Zahlen allerdings noch nicht nieder; der Stichtag für die Datenerhebung der BA ist immer in der Monatsmitte, als diesmal noch schönes Herbstwetter war.

kst/dpa-afx/rtr

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