Konjunktur Job-Boom stärker als erwartet

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September um 157.000 auf rund 3 Millionen gesunken. Auch BA-Chef Frank-Jürgen Weise ist von der Stärke des Job-Aufschwungs überrascht. Kurzarbeit spielt kaum noch eine Rolle.
Aufschwung in Deutschland: Die Bundesagentur rechnet auch für 2011 mit einem Job-Boom

Aufschwung in Deutschland: Die Bundesagentur rechnet auch für 2011 mit einem Job-Boom

Foto: Jan Woitas/ picture alliance / dpa

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September um 157. 000 auf 3.031.000 gesunken. Das waren 315.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,4 Punkte auf 7,2 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,0 Prozent gelegen.

In Deutschland ist die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen im September stärker erwartet gesunken. Auf Monatssicht sei sie um 40.000 auf 3,146 Millionen zurückgegangen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 33.000 ab, im Osten sank sie um 7.000.

Weise: "Die Entwicklung ist besser als befürchtet"

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, ist von der Stärke des Jobaufschwungs überrascht. "Es ist inzwischen völlig klar, dass die Entwicklung besser ist als befürchtet", sagte Weise. Der starke Export und der Konsum hätten für einen kräftigen Schub auf dem Arbeitsmarkt gesorgt.

Auch für das kommende Jahr rechnet Weise mit einem anhaltenden Job-Boom. Dennoch blieben weiterhin Risiken, wie die hohe Staatsverschuldung im Euro-Raum oder auch die schwache US-Konjunktur.

Kaum noch eine Rolle spielt unterdessen die Kurzarbeit. Im September hätten Firmen nur noch für 25.000 Beschäftigte Kurzarbeit beantragt. Damit stabilisiere sich dieses Instrument zum Abpuffern der Krise auf niedrigem Niveau, sagte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker.

la/dpa
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