Dienstag, 21. Mai 2019

"Sachbezugskarten" Scholz will Vergünstigung für Arbeitnehmer streichen

Sachbezugskarte für Mitarbeiter des Personalservice Franz & Wach
Nicole Preuninger/ Franz & Wach Personalservice GmbH/ obs
Sachbezugskarte für Mitarbeiter des Personalservice Franz & Wach

Beschäftigte profitieren von Bonuszahlungen in Form von sogenannten Sachbezugskarten. Diese sollen nach Plänen des Bundesfinanzministeriums nicht mehr steuerfrei sein - in den Ländern regt sich Widerstand.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will eine Steuervergünstigung abschaffen, von der bislang mutmaßlich Hunderttausende Arbeitnehmer profitieren. Dies berichtet das Magazin DER SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. Es geht um sogenannte Sachbezugskarten, mit denen Firmen ihren Mitarbeitern steuerfrei eine geldwerte Belohnung im Wert von monatlich bis zu 44 Euro zukommen lassen dürfen. Sie funktionieren wie vorausbezahlte Kreditkarten. Die Begünstigten können damit fast überall einkaufen.

Das Finanzministerium begründet die Abschaffung der Steuerfreiheit damit, dass es sich bei den Karten nicht um Sachleistungen des Arbeitgeber handele, die steuerfrei bleiben dürfen, sondern um eine zu versteuernde Geldleistung. Es beruft sich dabei auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs.

Gegen die Scholz-Pläne haben die Länder Bayern und Saarland Einspruch erhoben. Sie wollen, dass die beliebte Belohnung bleibt. Betroffen sind angeblich 350.000 Arbeitnehmer in 15.000 Betrieben.

Auch die Mittelstandsvereinigung von CDU und CSU (MIT) wendet sich gegen das Vorhaben. Die Einkäufe mit den Karten kämen laut Studien großteils dem deutschen Einzelhandel zugute, heißt es. Müssten die Unternehmen auf Gutscheine ausweichen, profitiere künftig vor allem Amazon, so die MIT.

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