Komplette Kostenübernahme Deutsche Umwelthilfe fordert Milliarden vom Bund für 9-Euro-Ticket-Nachfolger

Der Bund soll laut der Deutschen Umwelthilfe allein für die Kosten der Nachfolgelösung des 9-Euro-Tickets aufkommen. Dafür müsste 4 Milliarden Euro pro Jahr aufgebracht werden.
Nahverkehr: Am Montag beraten die Landesverkehrsminister über ein mögliches Nachfolgemodell des 9-Euro-Tickets

Nahverkehr: Am Montag beraten die Landesverkehrsminister über ein mögliches Nachfolgemodell des 9-Euro-Tickets

Foto: Bodo Marks / dpa

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verlangt vom Bund die komplette Kostenübernahme für eine Nachfolgelösung des 9-Euro-Tickets. Für die von der DUH bevorzugte Lösung – ein bundesweit gültiges 365-Euro-Klimaticket – müsste der Bund 4 Milliarden Euro pro Jahr aufbringen, hat die DUH kalkuliert.

Die Bundesländer dürften nicht zur Mitfinanzierung herangezogen werden, forderte der Verein am Sonntag vor der Sonderkonferenz der Verkehrsminister von Bund und Ländern. Weitere Bundesmittel brauchen es für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. "Mit umgerechnet 29 Euro pro Monat kommt eine wirkliche Entlastung bei den Menschen an, die sich klimafreundlich mit Bus, Bahn und Tram bewegen wollen", sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch (62).

Am Montag beraten die Landesverkehrsminister unter Vorsitz Bremens mit Bundesminister Volker Wissing (52) über ein mögliches Nachfolgemodell des 9-Euro-Tickets im Nahverkehr. Im Gespräch sind verschiedene Modelle, unter anderem Monatstickets für 29, 49 oder 69 Euro. Über die Finanzierung gibt es allerdings Streit zwischen Bund und Ländern.

Tickets mit Preisen von bis zu 69 Euro monatlich bringen Bürgerinnen und Bürgern so gut wie keine Entlastung, kritisiert die DUH. "Aufs Jahr gerechnet wären das 828 Euro teurer als viele derzeitige regionale Abo-Tickets."

sio/dpa
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