Hoher Ölpreis Deutschland gibt schrittweise kleinen Teil der Rohölreserve frei

Deutschland stellt in den kommenden sechs Monaten rund 4 Prozent seiner Mineralölreserven zur Verfügung. Zum zweiten Mal geben die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs Reserven frei, um dem Ölpreisanstieg etwas entgegenzusetzen.
Deutschland wirft 6,5 Millionen Barrel Rohöl auf den Markt: Vereint geben die IEA-Staaten 120 Millionen Barrel Erdöl frei. Es ist die größte Freigabe in der IEA-Geschichte.

Deutschland wirft 6,5 Millionen Barrel Rohöl auf den Markt: Vereint geben die IEA-Staaten 120 Millionen Barrel Erdöl frei. Es ist die größte Freigabe in der IEA-Geschichte.

Foto: Jacob Ford/ dpa

Deutschland wird in den kommenden sechs Monaten in mehreren Schritten insgesamt 6,5 Millionen Barrel Rohöl aus seiner Reserve freigeben. Die Bundesregierung folge damit einer Zusage der 31 Mitgliedsländer der Internationale Energieagentur (IEA), wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitagabend in Berlin mitteilte. Demnach wollen die IEA-Staaten weitere 120 Millionen Barrel Erdöl freigeben, um die Folgen des Krieges von Russland gegen die Ukraine an den Märkten abzumildern. Der deutsche Beitrag von 5,4 Prozent entspreche dem Anteil am Mineralölverbrauch der IEA-Länder.

Das Ministerium stellte heraus, dass die Ölversorgung zurzeit gesichert sei - "es gibt in Deutschland keine Einschränkung bei der Versorgung mit Rohöl und Mineralölprodukten". Die 6,5 Millionen Barrel entsprächen rund 4 Prozent der deutschen Mineralölreserve.

Zum zweiten Mal geben die IEA-Staaten seit Ausbruch des Krieges Ölreserven frei. Es handelt sich um die größte Freigabe von Reserven in der IEA-Geschichte. In einem ersten Schritt hatte die IEA Anfang März 62,7 Millionen Barrel Rohöl freigeben. Der Ölpreis war aufgrund des Krieges weiter angestiegen. Russland ist einer der weltgrößten Erdölförderer.

dri/dpa
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