Brexit wird ernst Britische Regierung mahnt Unternehmen zur Vorbereitung

Der Jahreswechsel, an dem die Übergangsregeln für den Brexit auslaufen, rückt näher, und noch gibt es kein Abkommen für die Zeit danach. Großbritanniens Regierung fordert Unternehmen schon einmal auf, vorbereitet zu sein.
Der britische Wirtschaftsminister Alok Sharma bei einem Interview

Der britische Wirtschaftsminister Alok Sharma bei einem Interview

Foto: Andrew Parsons / CCHQ via Parsons Media / imago images/Parsons Media

Die britische Regierung hat Unternehmer aufgefordert, sich auf das Ende der Brexit-Übergangsphase vorzubereiten. Es blieben nur noch 81 Tage, bis die Frist auslaufe, betonte Wirtschaftsminister Alok Sharma (53) am Sonntag. "Die Unternehmen müssen jetzt handeln, um sicherzustellen, dass sie bereit sind für den Neustart des Vereinigten Königreichs im Januar." Die Übergangsphase werde nicht verlängert. "Es ist also keine Zeit zu verschwenden."

Großbritannien hat die EU am 31. Januar verlassen. Bis Jahresende gelten in einer Übergangsphase, in der die künftigen Beziehungen geklärt werden sollen, aber noch die bestehenden Regeln für den Binnenmarkt. Der britische Premierminister Boris Johnson (56) hat für eine Einigung eine Frist bis zum 15. Oktober gesetzt.

Die Verhandlungen verlaufen stockend. Sollten beide Seiten Ende 2020 ohne ein Abkommen dastehen, befürchtet die Wirtschaft erhebliche Einbußen im bilateralen, bislang zollfreien Handel. Das britische Wirtschaftsministerium argumentiert, dass die Unternehmen sich unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen weitgehend ähnlich vorbereiten müssten. Dazu gehöre etwa die Klärung von Aufenthaltsrechten ausländischer Mitarbeiter. 

cr/Reuters
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