Corona-Impfung FDA genehmigt zweiten Booster für Menschen ab 50

US-Bürger ab 50 Jahren können sich ihre zweite Auffrischungsimpfung mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna abholen. Das entschied jetzt die US-Arzneimittelbehörde. Hintergrund ist die Sorge um die Omikron-Subvariante BA.2, die in vielen Ländern die Infektionszahlen massiv in die Höhe getrieben hat.
Zentrale der US-Arzneimittelbehörde FDA in White Oak, US-Bundesstaat Maryland

Zentrale der US-Arzneimittelbehörde FDA in White Oak, US-Bundesstaat Maryland

Foto: ANDREW KELLY / REUTERS

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine vierte Impfdosis mit den Corona-Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna für Menschen ab 50 Jahren genehmigt. Zwischen der ersten und der zweiten Auffrischungsimpfung müssten mindestens vier Monate liegen, erklärte die FDA am Dienstag. Sie erklärte zur Begründung, eine zusätzliche Auffrischung erhöhe den Schutz vor einer schweren Covid-19-Erkrankung. Außerdem gebe es keine zusätzlichen Sicherheitsbedenken.

Die Behörde genehmigte auch eine zweite Auffrischungsdosis der Impfstoffe für jüngere Menschen mit geschwächtem Immunsystem - für die Impfung von Biontech/Pfizer ab 12 Jahren und für die von Moderna ab 18 Jahren. Weil für diese Gruppe bereits vier Impfdosen zugelassen sind, handelt es sich dann um die fünfte Impfdosis. Das betrifft unter anderem Menschen, die ein Spenderorgan erhalten haben.

In den USA sind die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Monaten massiv zurückgegangen. Experten warnen aber vor einem neuen Wiederanstieg der Fallzahlen wegen der Ausbreitung des Subtyps BA.2 der Omikron-Variante.

Für neue Massenimpfungen fehlt vorerst das Geld

"Auf der Grundlage einer Analyse neuer Daten könnte eine zweite Auffrischungsdosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer oder Moderna dazu beitragen, den Schutz für diese Personen mit höherem Risiko zu erhöhen", sagte der leitende FDA-Beamte Peter Marks in einer Erklärung. Die FDA habe sich bei ihrer Empfehlung auf die Daten einer relativ kleinen, laufenden klinischen Studie in Israel gestützt. Außerdem hätten die Daten von mehr als 700.000 Personen, die in Israel eine zweite Auffrischungsimpfung erhalten haben, keine neuen Bedenken aufkommen lassen, teilte die FDA laut Nachrichtenagentur Reuters weiter mit.

Beamte der US-Regierung hatten zuletzt erklärt, dass die USA derzeit über genügend Impfstoffdosen verfügten, um die Nachfrage nach einer weiteren Auffrischungsimpfung bei älteren Amerikanern zu befriedigen, auch wenn die Mittel für die Pandemiebekämpfung in den USA so gut wie aufgebraucht sind. Für weitere Impfungen eines größeren Bevölkerungskreises müsste der Kongress dann mehr Geld bewilligen, damit die Regierung diese Impfungen finanzieren kann, sollten sie benötigt werden - etwa, wenn neue Virusvarianten auftauchen.

Etwa zwei Drittel der vollständig geimpften Amerikaner über 65 Jahre und etwas mehr als die Hälfte der Menschen zwischen 50 und 64 Jahren haben bisher ihre erste Auffrischungsdosis erhalten.

rei/ AFP, Reuters