Dritter Vertrag mit Biontech und Pfizer Biontech liefert weitere 1,8 Milliarden Impfdosen an EU

Astrazeneca patzt, Biontech liefert: Die Europäische Union hat sich bei Biontech und Pfizer weitere bis zu 1,8 Milliarden Dosen ihres Covid-19-Impfstoffs gesichert. Es ist der dritte von der EU besiegelte Vertrag mit den beiden Partnerunternehmen. 70 Prozent der Erwachsenen in der EU könnten nun bis Ende Juli geimpft sein.
Retter aus der Coronakrise: Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech liefert mit Abstand die meisten Impfdosen für Europa

Retter aus der Coronakrise: Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech liefert mit Abstand die meisten Impfdosen für Europa

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS

Die Europäische Union will sich weitere bis zu 1,8 Milliarden Dosen des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer sichern und damit den bisher weltgrößten Impfstoffvertrag abschließen. Man arbeite an einem neuen Vertrag, eine Vereinbarung dazu sei für die kommenden Tage geplant, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag. Mit der Menge könnten die 450 Millionen EU-Bürger über zwei Jahre hinweg geimpft werden.

Die Impfdosen aus dem Vertrag soll im Zeitraum zwischen 2021 und 2023 geliefert werden. Die EU hatte jüngst erklärt, sie sei in Gesprächen für die Jahre 2022 und 2023, um eine langfristige Versorgung zu sichern.

Für die EU ist es der dritte besiegelte Vertrag mit den beiden Partnerunternehmen. Es ist zudem der bislang weltgrößte Impfstoff-Liefervertrag. Im Rahmen von zwei früheren Verträgen hat die Staatengemeinschaft schon 600 Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer bestellt.

70 Prozent der Erwachsenen in der EU könnten bis Juli zumindest einmal geimpft sein

Von der Leyen betonte, dank "verlässlicher Partner" wie Biontech/Pfizer sei es inzwischen möglich, die Impfungen zu beschleunigen. Mit dieser Woche werde die EU die Marke von 150 Millionen ausgelieferten Dosen überschreiten. Inzwischen hätten 123 Millionen Menschen in der EU eine Impfung erhalten.

Die Folge: Nach massiven Lieferengpässen könnte die EU im Juli über genug Impfstoff verfügen, um 70 Prozent der Erwachsenen zu impfen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich am Freitag bei einem Besuch in einem belgischen Werk des Impfstoffherstellers Biontech/Pfizer zuversichtlich, dass bereits dann diese Marke dann erreicht werde. Von der Leyen hatte bisher als EU-Impfziel ausgegeben, bis Ende des Sommers 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung zu impfen.

In der EU hatten die Impfungen gegen das Coronavirus Ende Dezember begonnen. Die Impfkampagne wurde dann aber durch massive Lieferengpässe ausgebremst, insbesondere beim britisch-schwedischen Hersteller Astrazeneca.

la/dpa
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