Bafin-Chef Branson holt weiteren Finma-Manager für Direktorium

Bafin-Chef Mark Branson erweitert das Direktorium der Finanzaufsicht. Neues Mitglied wird Rupert Schaefer, der wie Branson ebenfalls von der Schweizer Finanzaufsicht Finma kommt.
Bafin-Präsident Mark Branson holt sich Verstärkung von seinem früheren Arbeitgeber Finma, die Schweizer Finanzaufsicht

Bafin-Präsident Mark Branson holt sich Verstärkung von seinem früheren Arbeitgeber Finma, die Schweizer Finanzaufsicht

Foto: Arne Dedert / picture alliance/dpa

Die deutsche Finanzaufsicht erweitert sein Direktorium von derzeit sechs Mitglieder auf sieben. Bafin-Chef Mark Branson (54) holt sich dafür Verstärkung von seinem vorherigen Arbeitgeber: Rupert Schaefer (42), derzeit Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizer Finanzaufsicht Finma, werde zum 1. November 2022 die Leitung des neuen Geschäftsbereichs Strategie, Policy und Steuerung übernehmen.

Der 42-Jährige, der den Angaben zufolge neben der deutschen auch die schweizerische Staatsbürgerschaft besitzt, verfüge über "fundierte Kenntnisse in strategischen, regulatorischen und politischen Grundsatzfragen", teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Donnerstag mit.

Branson, der zuvor die Schweizer Finanzaufsicht Finma führte, hatte die Leitung der Bafin im August vergangenen Jahres von Felix Hufeld (60) übernommen, der im Zuge des Wirecard-Skandals seinen Posten räumen musste. Als ehemaliger Topmanager der Schweizer Großbank UBS  verzichtete Branson auf viel Geld, um Deutschlands oberster Finanzaufseher zu werden und die Behörde neu aufzubauen.

Im Fall von Wirecard war weder der Bafin noch den Wirtschaftsprüfern von EY der mutmaßlich über Jahre laufende Milliardenbetrug des inzwischen insolventen Zahlungsdienstleisters aufgefallen. Branson soll die Neuaufstellung der Bafin vorantreiben.

dri/dpa-afxp