Donnerstag, 27. Juni 2019

Angriff auf Syrien US-Streitkräfte warten auf Obamas Einsatzbefehl

Flugzeugträger der US-Streitkräfte: Die USA haben bereits die Nutzung von zwei Stützpunkten in Südgriechenland beantragt. Im Mittelmeer befinden sich bereits vier US-Kriegsschiffe

Sein Land sei bereit für einen sofortigen Militärschlag gegen Syrien, sagt US-Verteidigungsminister Chuck Hagel. Der Angriff könnte binnen Tagen erfolgen. Die Briten entscheiden am Donnerstag über eine Intervention.

Washington/Damaskus/Istanbul - Mit einem Militärschlag gegen Syrien ist Kreisen zufolge binnen Tagen zu rechnen. Westliche Staaten hätten dies gegenüber der syrischen Opposition angekündigt, sagte ein Teilnehmer eines Treffens zwischen westlichen Gesandten und syrischen Oppositionsvertretern der Nachrichtenagentur Reuters. Das Treffen habe am Montag in Istanbul stattgefunden. Zugleich solle sich die syrische Opposition aber weiter auf Friedensverhandlungen vorbereiten, hieß es.

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel bekräftigte in der BBC, das US-Militär sei bereit zum sofortigen Handeln, falls US-Präsident Barack Obama dies anordne. Die USA hatten erst am Wochenende ein viertes raketenbestücktes Kriegsschiff im Mittelmeer stationiert.

Die "Washington Post" hatte zuvor online unter Berufung auf hochrangige Regierungsvertreter berichtet, Obama prüfe eine Intervention von begrenztem Umfang und begrenzter Dauer. Auch Großbritannien bereitet seine Truppen auf einen Militärschlag vor. Am Donnerstag soll das Parlament entscheiden.

USA beantragen Nutzung griechischer Stützpunkte

Die USA hätten bereits die Nutzung von zwei Stützpunkten in Südgriechenland und auf Kreta beantragt, berichtete die regierungsnahe Athener Zeitung "Kathimerini" unter Berufung auf Kreise des Verteidigungs- und Außenministeriums. Das griechische Außenministerium wollte den Bericht nicht kommentieren. Aus Kreisen des Verteidigungsministeriums wurde die Information dagegen dementiert: Es habe keinen solchen Antrag gegeben, berichtete die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur AMNA.

Wie die Zeitung berichtete, geht es um den Stützpunkt Souda auf Westkreta und den Flughafen von Kalamata auf der Halbinsel Peloponnes. Außerdem sei bereits eine erhöhte Aktivität von Militärflügen durch den griechischen Luftraum in Richtung Ostmittelmeer registriert worden.

Die Stützpunkte auf Kreta und der Halbinsel Peloponnes waren während der Intervention des Westens sowie arabischer Staaten in Libyen von Kampfbombern genutzt worden. In Souda befindet sich ein großer US-Marine- und Luftwaffen-Stützpunkt.

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