Gegen Fettleibigkeit Riesenbecher-Verbot in New York verboten

Nirgends gibt es wohl so große Trinkbecher für Zuckerhaltiges wie in den USA. Das sei auch ein Grund für die grassierende Fettleibigkeit im Land, meinen manche Experten. New York hatte die Riesenbecher deshalb verboten. Jetzt aber hat ein Gericht das Verbot verboten. Vorerst.
Übergewichtige in New York: Bürgermeister Bloomberg hatte große Portionen und Trinkbecher als eine der möglichen Ursachen bekämpfen wollen

Übergewichtige in New York: Bürgermeister Bloomberg hatte große Portionen und Trinkbecher als eine der möglichen Ursachen bekämpfen wollen

Foto: Gero Breloer/ picture-alliance/ dpa

New York - Die New Yorker dürfen vorerst weiter zuckrige Süßgetränke aus riesigen Bechern schlürfen. Ein Berufungsgericht in Manhattan lehnte am Dienstag den Einspruch der Gesundheitsbehörde der Millionenmetropole ab, die die Riesen-Becher verbieten will.

Die Behörde habe außerhalb ihrer Kompetenz gehandelt, begründete das Gericht seine Entscheidung. Damit hat ein im März - wenige Stunden vor dem geplanten Starttermin des Becher-Verbots - gefälltes Urteil des Obersten Gerichtshofs des Bundesstaats New York vorerst weiter Bestand.

Bürgermeister Michael Bloomberg kündigte allerdings erneuten Einspruch an. "Die heutige Entscheidung ist ein kurzer Rückschlag", sagte er. "In unserem andauernden Kampf gegen die Fettleibigkeit planen wir, dagegen vorzugehen." Bloomberg will Becher mit gesüßten Getränken unter anderem in Fast-Food-Läden, Kinos und Stadien nur noch mit einem Fassungsvermögen bis zu 470 Millilitern erlauben. Händler-Verbände und Getränkehersteller hatten gegen die Gesetzesinitiative geklagt.

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