Newsblog zur US-Wahl - Schlusswort des scheidenden Präsidenten Obama wirbt für friedlichen Übergang - "Werdet jetzt nicht zynisch"

Den Showdown zwischen Hillary Clinton und Donald Trump begleitet manager magazin online im Newsblog: Nachrichten, Stimmen, Anekdoten zur US-Wahl.
US-Präsident Obama: "Demokratie ist manchmal hart und herausfordernd"

US-Präsident Obama: "Demokratie ist manchmal hart und herausfordernd"

Foto: Pablo Martinez Monsivais/ AP

Das Basis-Informationspaket: Das sollten Sie zur US-Wahl wissen


18.35 Uhr: Liebe Leser, an dieser Stelle beenden wir unseren Newsblog, mit dem wir Sie seit gestern Nacht durch die US-Wahl begleitet haben. Donald Trumps Wahlsieg markiert einen Wendepunkt - über die Konsequenzen werden wir auch in den kommenden Tagen ausführlich berichten. Bleiben Sie uns gewogen! Die Redaktion von manager magazin Online

18.30 Uhr: "Demokratie ist manchmal hart und herausfordernd", sagte Obama. An die Adresse der jungen Menschen sagte er: "Werdet jetzt nicht zynisch. Es bleibt richtig, für das zu kämpfen, an das man glaubt." Er selber habe schon Wahlen verloren - so sei das Wesen der Politik, wenn Menschen wählten. "Wir lecken unsere Wunden und gehen zurück in die Arena. Und beim nächsten Mal versuchen wir, es besser zu machen."

18.15 Uhr: US-Präsident Barack Obama will sich mit aller Kraft für eine friedliche Übergabe der Macht an seinen Nachfolger Donald Trump einsetzen. "Es ist kein Geheimnis, dass Trump und ich einige signifikante Unterschiede haben", sagte Obama am Mittwoch im Rosengarten des Weisen Hauses. "Aber denken wir acht Jahre zurück - auch George W. Bush und ich hatten einige solcher signifikanten Unterschiede", und trotzdem sei ein guter Übergang gelungen. "Ein friedlicher Übergang der Macht ist eines der wichtigsten Kennzeichen unserer Demokratie", sagte Obama. "Wir sind nicht zuerst Demokraten oder Republikaner, zuerst sind wir Amerikaner und Patrioten", sagte Obama. Das habe auch Trump in ihrem nächtlichen Telefongespräch zugesichert. "Die Präsidentschaft ist größer als wir", sagte Obama. Für Donnerstag hat Obama Trump ins Weiße Haus eingeladen, um die weitere Übergabe zu besprechen.

"Das ist schmerzhaft", sagte Hillary Clinton. Sie wandte sich auch an junge Frauen: "Gebt jetzt nicht auf"

"Das ist schmerzhaft", sagte Hillary Clinton. Sie wandte sich auch an junge Frauen: "Gebt jetzt nicht auf"

Foto: REUTERS

17.54 Uhr: Das war's: "Gott segne Sie, und Gott segne Amerika", sagt Hillary Clinton zum Schluss. Dann tritt sie ab, zur Musik von Bruce Springsteen.

17.52 Uhr: Clinton appelliert an die Verantwortung der US-Bürger, weiter an der Schaffung eines "faireren Amerikas" zu arbeiten. Das Gesetz, gleiche Rechte und Religionsfreiheit müssten respektiert und verteidigt werden, sagt die Demokratin vor ihren Anhängern. Ihre Fans sollten niemals aufhören zu kämpfen, denn es lohne sich immer, für die richtige Sache zu kämpfen, so Clinton.

17.50 Uhr: Das Wahlergebnis sei schmerzhaft und sie sei enttäuscht, sagte die frühere Außenministerin. Aber man müsse Trump die Chance geben, das Land zu führen. Den Frauen in ihrem Land sagte Clinton: "Eines Tages werden wir die gläserne Decke durchstoßen - hoffentlich früher als später". Viele Demokraten hoffen darauf, dass im Jahr 2020 Michelle Obama als erste US-Präsidentin ins Weiße Haus einziehen könne. Doch die Angst des weißen Mannes vor einer Frau im Weißen Haus war in diesem Jahr noch zu groß.

17.46 Uhr: Hillary Clinton hat Trump nach eigenen Worten die Zusammenarbeit angeboten. Sie hoffe, er werde ein erfolgreicher Präsident für alle US-Bürger sein. Besonders ausdrücklich bedankt sie sich bei Barack und Michelle Obama, denen das Land eine große Dankbarkeit schulde. Langer Beifall vom Publikum.

17.45 Uhr: Clinton bedankt sich und äußert ihre und die Enttäuschung der Fans über das Wahlergebnis. Es sei schmerzvoll und werde dies auch eine lange Zeit bleiben. Es gehe um das Land, dass tief gespalten sei. Hinter Clinton steht ihr Gatte, Ex-Präsident Bill Clinton, der offenbar Tränen zurückhalten muss.

17.41 Uhr: Clinton tritt ans Rednerpult, doch sie kommt kaum zu Wort. Ihre Fans jubeln.

17.35 Uhr: Es wird noch einmal spannend: In New York wird in wenigen Sekunden die unterlegene Demokratin Hillary Clinton auftreten und eine Rede zu ihrer Niederlage halten. Zunächst steht ihr Vize-Kandidat Tim Caine am Rednerpult und spricht ein paar lobende Worte über Clinton.

17.21 Uhr: Zwar hat Donald Trump längst die zur Wahl zum Präsidenten erforderlichen 270 Wahlmännerstimmen übertroffen. Noch läuft jedoch die Auszählung der Stimmen. Letzte Meldung: Hillary Clinton holt sich den Sieg in Minnesota. Das ist allerdings ein schwacher Trost: Clinton hat damit jetzt 228 Wahlmänner, gegenüber 289 Wahlmännern für Donald Trump.

16.56 Uhr: Die Finanzmärkte haben zwar milde auf den Sieg Trumps reagiert. Zu einigen Reaktionen kam es aber doch - und die gingen zumeist in die Richtung, in der sich die Verluste befinden. Das bedeutet nichts Gutes für die vielen Millionäre und Milliardäre weltweit, wie die Agentur Bloomberg berichtet. Nach Kalkulation der Agentur haben die 500 reichsten Personen weltweit am Mittwoch zeitweise 41 Milliarden Dollar an Vermögen eingebüßt. Einiges davon wurde aber wohl im Verlaufe des Tages wieder aufgeholt. Einer der größten Verlierer: Der Mexikaner Carlos Slim, der sich auf Rang 5 im weltweiten Reichsten-Ranking befindet. Slim allein verbuchte Verluste von gut fünf Milliarden Dollar, was etwa 9 Prozent seines Gesamtvermögens entspreche, so Bloomberg.

16.23 Uhr: Nicht nur die Finanzmärkte reagieren gelassen auf Trumps Wahlsieg. Auch die Rating-Agentur Fitch sieht kurzfristig keine Folgen für die Top-Bonitätsnote der USA. Sollte Trump seine Wahlversprechen aber umsetzen, werde die Bewertung mittelfristig negativer ausfallen, so Fitch.

16.10 Uhr: Hier das Statement von Bundeskanzlerin Merkel zum Wahlsieg von Donald Trump im Video:

15.55 Uhr: Nicht nur das Wahlergebnis weicht von so ziemlich allem ab, was Experten vorausgesagt hatten. Auch die Reaktion der Finanzmärkte darauf läuft etwas anders als befürchtet - um es einmal vorsichtig zu formulieren. Zwar tauchten die Börsen in Fernost und Europa unmittelbar nach dem Trump-Sieg zunächst einmal ab. Inzwischen hat sich das Bild aber gewandelt. Der deutsche Leitindex Dax (Kurswerte anzeigen) schaffte es am Nachmittag sogar ins Plus. Den letzten Schub dorthin erhielt er von der Wall Street, die zum Start ebenfalls in der Gewinnzone notiert. Unseren laufenden Börsenbericht finden Sie übrigens hier.

15.16 Uhr: Kurios, aber dank des amerikanischen Wahlsystems möglich und wahr: Hillary Clinton hat das Rennen um das Weiße Haus zwar verloren, weil Kontrahent Donald Trump mehr Wahlmänner für sich gewinnen konnte. Nach Auszählung der absolut abgegebenen Wählerstimmen - dem sogenannten popular vote - liegt Clinton aber vor Trump. Zuletzt entfielen auf die Demokratin insgesamt 59.166.405 abgegebene Stimmen, der Republikaner erhielt mit 59.029.912 Stimmen rund 136.000 weniger. Pech für Clinton: Dieser Vorsprung ist leider in den USA überhaupt nichts wert.

14.35 Uhr: Die bei der US-Wahl unterlegene Demokratin Hillary Clinton ist bislang auf Tauchstation gegangen. Sie habe ihn angerufen, um zu gratulieren, sagte Wahlsieger Trump in seiner ersten Ansprache. Öffentlich ist Clinton aber seit ihrer Niederlage noch nicht in Erscheinung getreten. Das soll sich nun ändern: Clinton will um 16.30 Uhr MEZ eine Rede vor Mitarbeitern und Unterstützern in einem Hotel in New York halten (Achtung: die Zeit hat sich geändert, ursprünglich wollte Clinton schon im 15.30 Uhr MEZ sprechen).

13.40 Uhr: An der Börse ist nach dem ersten Schock am frühen Morgen Ruhe eingekehrt, der Dax  notiert nur noch 0,8 Prozent im Minus. Pharmawerte wie Bayer  und Fresenius zählen zu den größten Dax-Gewinnern, da die Pläne von Hillary Clinton, Preisgrenzen für Medikamente in den USA festzusetzen, nun vom Tisch sind. Dagegen geben die Autowerte Daimler , BMW und VW im Dax deutlich nach. Anleger fürchten Importbeschränkungen und Zollschranken unter Präsident Trump. Auch in seiner Siegesrede hatte Trump betont, das Wachstum in den USA zu verdoppeln.

12.44 Uhr: In der heißen Phase des Wahlkampfs hatten Trumps Berater dem Kandidaten das Twittern verboten, wohl damit dieser nicht durch einen unüberlegten Tweet seinen eigenen Erfolg gefährden könnte. Nun ist Trump aber wieder aktiv auf dem Kurznachrichtendienst:

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in Berlin

Foto: DPA

12.06 Uhr: Eine Gratulation zum Wahlsieg an Donald Trump kommt nun auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Merkel bot Trump eine enge Zusammenarbeit an - und gab ein wenig den Oberlehrer: Angesichts der wirtschaftlichen und militärischen Stärke der USA erinnerte Merkel den künftigen US-Präsidenten an dessen Verantwortung für die weltweite Entwicklung. Vor dem Hintergrund von Trumps teils krassen Aussagen im Wahlkampf betonte die Kanzlerin zudem die Werte, die ihr bei einer Zusammenarbeit wichtig seien: "Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung".

11.55 Uhr: Diese Frage dürfte am heutigen Tage viele umtreiben: Warum lagen die Umfragen zur US-Wahl so daneben? Von 67 Umfragen in den vergangenen Tagen hatten nur vier Trump vorne gesehen. Noch während die Wahllokale schon geöffnet waren, sagten führende Markt- und Meinungsforscher - auch auf manager magazin online - mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Sieg von Hillary Clinton voraus. Damit lagen sie bekanntlich falsch - und nicht zum ersten Mal: Auch beim "Brexit" in Großbritannien im Juni dieses Jahres sah kaum jemand das Ergebnis richtig voraus.

Eine mögliche Erklärung: Die Wähler standen nicht zu ihrer Meinung - wie in England. Sie gaben den Meinungsforschern gegenüber vorab nicht zu, dass sie das unpopuläre, das politisch unkorrekte Kreuz setzen wollen. Und noch ein Effekt spielte wohl eine Rolle: Die Meinungsforscher unterschätzten die Zahl der Wähler, die 2012 nicht zur Wahl gegangen waren, es aber mit Donald Trump wieder lohnend fanden.

Obama gratuliert - ebenso wie Theresa May, Juncker und Putin

11.36 Uhr: Trumps Wahlsieg war überraschend und dürfte viele vor den Kopf stoßen. Doch manch einer freut sich vermutlich auch über den Triumph des Republikaners - zum Beispiel in diesen Branchen:

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Zahlreiche Branchen profitieren von US-Wahl: Waffen, Öl, Pharma - diese Firmen gewinnen mit Trump

Foto: REUTERS

11.15 Uhr: Ein Telefonat, bei dem man gerne Mäuschen gewesen wäre: US-Präsident Barack Obama hat nach Informationen des Fernsehsenders CNN seinem Nachfolger Donald Trump zum Wahlsieg gratuliert. Beide hatten im Wahlkampf einige Ferngefechte ausgetragen. Am Donnerstag wollen sie sich nun treffen, berichtet CNN weiter. Vielleicht kann Obama seinen Nachfolger im persönlichen Gespräch ja dann auch endlich davon überzeugen, dass er tatsächlich in den Vereinigten Staaten geboren wurde - eine Tatsache, die Trump - zumindest vorgeblich - immer wieder angezweifelt hatte.

Bundesaußenminister Steinmeier

Bundesaußenminister Steinmeier

Foto: Bernd von Jutrczenka/ dpa

11.07 Uhr: Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich inzwischen zur Wahl Trumps geäußert, und was er sagte, klang nicht nach Vorfreude auf die Zusammenarbeit. "Ich will nichts schönreden, vieles wird schwierig", sagte er. Diese Beziehungen seien jedoch so etwas wie das Fundament des Westens.

10.55 Uhr: Die Glückwünsche, die die britische Premierministerin Theresa May an Trump geschickt hat, klingen ein wenig, als wäre da auch der Wunsch ein Vater des Gedankens gewesen: "Großbritannien und die USA haben eine andauernde und besondere Beziehung, die auf den Werten Freiheit, Demokratie und Unternehmungsgeist basiert", so May an den US-Wahlsieger. Und dann: "Wir sind starke und enge Partner bei Handel, Sicherheit und Verteidigung, und wir werden es bleiben."

10.45 Uhr: EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wollen möglichst bald ein Gipfeltreffen mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump organisieren. In einem Glückwunschschreiben an den Republikaner luden sie diesen ein, dazu nach Europa zu kommen. "In diesen Tagen ist es wichtiger denn je, die transatlantischen Beziehungen zu stärken", schreiben sie mit Blick auf den Klimawandel, den Kampf gegen den Terror und die Flüchtlings- und Ukraine-Krise. Ein EU-USA-Gipfel würde es erlauben, die Weichen für das Verhältnis in den nächsten vier Jahre zu stellen.

10.42 Uhr: Als US-Präsident fliegt Donald Trump künftig standesgemäß "Air Force One". Hier ein Video-Porträt mit vielen Infos zu der Präsidentenmaschine:

manager-magazin.de / Wochit

10.39 Uhr: Wie immer nach Wahlen trudeln nun die Statements und Einschätzungen von Politikern aus aller Welt ein. Im Falle des populistischen Donald Trump überwiegt - erwartungsgemäß - die Ablehnung durch das politische Establishment. SPD-Chef Sigmar Gabriel etwa kritisiert Trump als "Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen". Für Ex-Nato-Generalsekretär Javier Solana ist Trumps Sieg gar eine "schreckliche Nachricht". Zumindest Schwedens Regierungschef Stefan Löfven mahnt zu Besonnenheit. "Das hier ist ein Wahlergebnis, das viele unruhig macht, aber auf das wir uns vorbereitet haben", so Löfven.

10.03 Uhr: Für alle, die es verpasst haben: Hier können Sie sich die Dankesrede Donald Trumps zum Wahlsieg vor seinen Fans in New York City noch einmal anschauen. Darin gibt Trump als eines der wichtigsten Ziele an, das gespaltene Amerika zu einen und auch seine Gegner ins Boot zu holen. Dass er selbst es war, der einen großen Teil zur Spaltung des Landes beigetragen hat, lässt der künftige Präsident verständlicherweise unerwähnt:

9.59 Uhr: Häufig wurde Trump im Wahlkampf eine besondere Nähe zum russischen Staatschef Wladimir Putin nachgesagt. Nun ist Putin einer der ersten Gratulanten zu Trumps Wahlsieg. Er hoffe, dass es ihnen gemeinsam gelingen werde, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen, schrieb Putin am Mittwoch in einem Telegramm.

Finanzmärkte reagieren gelassen auf Trumps Sieg

9.51 Uhr: Während am hiesigen Aktienmarkt der ganz große Ausverkauf nach dem Wahlsieg Donald Trumps bislang ausbleibt, äußern sich Ökonomen in ersten Reaktionen deutlich kritischer zu den wirtschaftlichen Aussichten unter der künftigen US-Regierung. Nach Einschätzung der Commerzbank etwa ist Trumps Sieg für die Märkte langfristig ein größeres Problem als das Brexit-Votum der Briten. Natürlich könnten sich die Aktienmärkte nach einem Ausverkauf wieder rasch erholen, so Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Allerdings gehe die immer noch größte Volkswirtschaft der Welt unter einem Präsidenten Trump in der Handelspolitik auf Konfrontationskurs. Hinzu komme die monatelange Unsicherheit darüber, was genau Trump tun werde. "Die Wahl Trumps steht wie das Brexit-Referendum für eine Renationalisierung der Wirtschaft", sagt auch Ulrich Kater, Dekabank-Chefvolkswirt. "Das ist langfristig schädlich für Wachstum und Wohlstand." Auch Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank, sagt: "Während einige seiner regulatorischen und steuerrechtlichen Pläne die US-Wirtschaft angebotsseitig etwas stützen könnten, könnte Trumps stark protektionistische Neigung dem Wachstum in den USA und bei Handelspartnern im Trend deutlichen Schaden zufügen."

9.22 Uhr: Die Börse scheint den ersten Schock schon nach fünf Handelsminuten relativ gut verdaut zu haben: Der Dax (Kurswerte anzeigen) steht aktuell bei minus 1,62 Prozent, nachdem er mit etwa 3 Prozent Abschlag in den Mittwoch gestartet war. Am Morgen sah es bei den Futures noch weit düsterer aus - und auch die asiatischen Börsen hatten weit heftiger auf die Nachrichten aus den USA reagiert:

9.17 Uhr: Was bei Trumps erstem Auftritt auffällt: Keine Rede von einer Mauer in Richtung Mexiko (es sei denn, das meinte der Immobilien-Tycoon mit seinen "Investitionen in Infrastruktur"). Auch direkte Forderungen nach einer Inhaftierung Hillary Clintons, fester Bestandteil im T-Shirt-Slogan-Kanon von Trumps Unterstützern, suchte man vergebens.

9.05 Uhr: Trump ist fertig. "USA, USA!"-Rufe in New York. Vom Band kommt ein Frauenchor: "You can't always get what you want."

9.02 Uhr: Trump holt Reince Priebus ans Mikrophon, den Vorsitzenden des Republican National Committee. Reince sei ein Superstar, so Trump, das könne er nun, nach dem Sieg, so sagen. Ans Mikrophon beordert, revanchiert sich die Parteigröße mit wenigen Worten: "Ladies and gentlemen, the next President of the United States of America."

8.58 Uhr: Der designierte Präsident der USA dankt seinen Unterstützern: Zunächst seiner Familie, aber auch ehemaligen Gegnern wie Chris Christie und Ben Carson. Dabei an seiner Seite: Trumps jüngster Sohn Baron, der mit einem Gähnen eher geschafft denn stolz wirkt.

8.55 Uhr: Trump verspricht gute Beziehungen zu allen Ländern der Erde - das heißt zu allen, "die gute Beziehungen zu uns haben wollen." Natürlich werde man zuerst an Amerika denken, aber immer fair bleiben.

Trumps erste Worte nach dem Sieg

8.54 Uhr: Gerade habe ihn Hillary Clinton angerufen, erzählt Trump seinen jubelnden Unterstützern: "Sie hat uns - es geht immer um uns alle hier - zu unserem Sieg gratuliert. Ich habe ihr und ihrer Familie zu einer sehr, sehr hart gekämpften Kampagne gratuliert."

8.51 Uhr: Trump tritt im New Yorker Midtown Hilton vor seine Anhänger. Er gibt sich konziliant und verspricht Arbeitsplätze: "Die vergessenen Männer und Frauen unseres Landes werden nicht länger vergessen sein." Man werde die Infrastruktur wiederherstellen und "Millionen unserer Leute wieder Arbeit verschaffen."

8.42 Uhr: Laut "CNBC" hat Hillary Clinton bereits bei Trump angerufen und die eigene Niederlage eingestanden.

8.31 Uhr: "Associated Press" eilt: "Donald Trump is elected president of the United States." Fast alle großen US-Medien erklären ihn auf dieser Grundlage zum Sieger.

8.30 Uhr: Das sollte es gewesen sein: Trump holt laut AP auch die 10 Wahlleute aus Wisconsin - damit hätte er die 270er-Marke geknackt.

8.05 Uhr: Hillary Clinton wird sich am Wahlabend übrigens nicht mehr öffentlich äußern. Laut Kampagnenchef John Podesta werde sie die komplette Auszahlung abwarten: "Es kommen immer noch Stimmen herein - und jede Stimme sollte zählen." Jeder im Javits Center solle jetzt nach Hause gehen und schlafen.

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8.04 Uhr: Weil Trumps Sieg mittlerweile praktisch sicher ist - diese Branchen würden von "Donald in Chief" profitieren.

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Milliardär vor historischem Wahlsieg: Die irre Wahlparty der Trump-Fans

Foto: ANDREW KELLY/ REUTERS

7.58 Uhr: Wie schon angekündigt, behält Clinton laut AP in Maine die Oberhand. 3 Wahlleute gehen an sie, einer an Trump. Maine und Nebraska sind die einzigen beiden Staaten, in denen ein solches geteiltes Ergebnis möglich ist.

7.44 Uhr: Auch in Alaska mit lediglich 3 Wahlmännerstimmen steuert Trump auf einen Wahlsieg zu, berichtet CNN.

7.38 Uhr: Nach Berichten von AP und "Washington Post" hat Trump den wichtigen Swing-State Pennsylvania gewonnen. Damit dürfte der umstrittene Republikaner laut Bloomberg höchstwahrscheinlich neuer Präsident werden. Seit 1996 hatte der Staat stets demokratisch gewählt - bis heute.

Republikaner verteidigen Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus

7.25 Uhr: Wo haben die Demokraten im Vergleich zur 2012er Wahl Stimmen verloren? Eine County-Auswertung der "New York Times" zeigt: Vor allem in ländlichen Regionen des "Rust Belt", der einstigen prosperierenden Industrieregion südlich der großen Seen, haben die Wähler verstärkt republikanisch gestimmt. Pennsylvania, Michigan und Wisconsin hatten dabei eigentlich als elementarer Bestandteil von Clintons "Fire Wall" gegolten, als Brandmauer gegen Trump:

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7.08 Uhr: Ein kleiner Funken Hoffnung für die Demokraten: Im US-Bundesstaat Maine zeichnet sich nach einem Bericht des Senders Fox ein Sieg Clintons ab. Allein reichen dessen 4 Wahlleute aber natürlich für nichts.

7 Uhr: Kommt jetzt der "schwarze Mittwoch" an den Börsen? Daniel Saurenz von Feingold Research rechnet jedenfalls damit. "Das Horrorszenario für die Finanzmärkte ist eingetreten. Anleger flüchten in Gold und in den Schweizer Franken, bei Aktien und dem US-Dollar heißt es ebenso wie bei Emerging Markets-Aktien - Rette sich wer kann."

Für sie ist Amerika wieder "great": Trump-Anhänger jubeln vor dem Weißen Haus

Für sie ist Amerika wieder "great": Trump-Anhänger jubeln vor dem Weißen Haus

Foto: REUTERS

6.55 Uhr: US-TV-Sender berichten, dass die Republikaner ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus halten und damit ihre seit sechs Jahren andauernde Dominanz in der Kammer fortsetzen. Zudem seien sei auf dem Weg, ihre Mehrheit im Senat zu verteidigen. Im Senat gelang es den Demokraten von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zunächst nur, den Republikanern von Herausforderer Donald Trump einen Sitz abzunehmen. Für eine Senats-Mehrheit müssten die Demokraten den Republikanern jedoch fünf Sitze abnehmen.

6.50 Uhr: Es machen sich erste Auflösungserscheinungen in der Wahlzentrale von Hillary Clinton im New Yorker Javits Convention Center breit. Die Stimmung dort ist aktuell - nun, sehen Sie selbst:

6.40 Uhr: Das Ergebnis schockt viele Beobachter - auf Twitter wird aktuell besonders diskutiert, warum die Prognosen Trumps starkes Abschneiden nicht vorhergesagt haben.

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6.30 Uhr: Clinton ist nach Berechnungen der Agentur AP Sieger im Bundesstaat Nevada. Fox ist zugleich weiterhin der einzige Sender, der Trump als Sieger in dem für Clinton wichtigen Staat Wisconsin sieht. Derzeit vereinigt Trump laut US-Medien 244 Wahlmännerstimmen auf sich, Clinton kommt auf 215.

6.20 Uhr: Nicht wenige US-Amerikaner scheinen sich angesichts des abzeichnenden Wahlausgangs verstärkt mit dem Thema Auswanderung zu beschäftigen. Webseiten der kanadischen Einwanderungsbehörde jedenfalls sind in der US-Wahlnacht teilweise nicht mehr zu erreichen gewesen. Viele Amerikaner hatten während des Wahlkampfes immer wieder - scherz- oder ernsthaft - angekündigt, aus den USA auszuwandern, sollte Trump Präsident werden. Ob die Seiten nun tatsächlich wegen Überlastung nach Trumps überraschendem Vorsprung zusammengebrochen waren, blieb zur Stunde unklar.

Ein entsetzter Nobelpreisträger - und viele Partys in Deutschland

Nicht nur in den USA, auch in Deutschland gab es etliche Wahlpartys. Das Kopf-an-Kopf-Rennen in Berlin:

6.13 Uhr: Erste Analysen zeigen: Trump hat hat vor allem bei älteren Wählern gepunktet. Laut "CNN"-Daten von kurz vor halb 5 haben 51 Prozent der US-Amerikaner über 50 für Trump gestimmt; bei den 18- bis 25-Jährigen kommt er hingegen nur auf 32 Prozent.

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6.08 Uhr: Aktuell steht es bei den Wahlmännern laut "Politico" 244 zu 209 für Donald Trump. Neun Staaten haben noch keine Endergebnisse gemeldet. Wichtigster Staat dabei: Pennsylvania mit 20 Wahlleuten. Die "New York Times" billigt Trump mittlerweile eine Siegchance von über 95 Prozent zu.

5.50 Uhr: Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman ist entsetzt  über Donald Trumps gutes Abschneiden bei der US-Wahl. "Ich dachte wirklich, ich kenne mein Land besser als es sich nun zeigt", schrieb der 63-Jährige am frühen Mittwoch auf Twitter. "Ich habe gewarnt, dass wir ein "failed state" werden könnten, aber ich habe nicht (...) den tiefen Hass in einem großen Teil der Bevölkerung erkannt." Und weiter heißt es schon fast ein wenig resignierend: "Jetzt müssen wir herausfinden, was wir in dieser schrecklichen Welt machen können", schrieb Krugman.

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5.45 Uhr: Die Märkte in Asien scheinen fürchten derzeit nichts mehr als einen US-Präsidenten Donald Trump. In Asien zeigen die Kurse steil bergab. Gold und Yen gewinnen kräftig, der Peso stürzt ab. Der Dax wird tiefrot erwartet.

5.39 Uhr: Neuer Zwischenstand von CNN: Von den mindestens 270 benötigten Wahlleutestimmen hat Trump bislang 216 sicher und Clinton 197.

5.33 Uhr: Trump hat Fox und NBC zufolge auch Iowa gewonnen. Experten hatten diesen Bundesstaat zusammen mit Ohio, Florida und North Carolina als "Must Win"-Staaten des Republikaners bezeichnet, die er gewinnen müsse, um eine Siegeschance zu haben - Trump hätte damit alle vier gewonnen.

4.50 Uhr: Jetzt geht es Schlag auf Schlag, Trump baut seinen Vorsprung aus: Clinton gewinnt laut Medienberichten Virginia, Trump aber holt North Carolina und laut Associated Press auch Florida mit 29 Wahlmännerstimmen.

4.19 Uhr: Trump gewinnt Ohio - ein wichtiger, überraschender Sieg für ihn. Seit 40 Jahren gilt: Wer Ohio gewinnt, wird Präsident. Dazu passt, was fast wie die Begleitmusik zu einer Niederlage klingt, obwohl das Rennen noch nicht entschieden ist: Clinton bedankt sich bei ihrem Mitarbeitern.

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4.15 Uhr: Das Problem für Hillary Clinton: Sowohl North Carolina als auch Michigan galten für sie als ziemlich sicherer Sieg. Derzeit liegt dort aber Trump vorne.

Erste Reaktionen der Finanzmärkte auf Trumps gute Ergebnisse

3.45 Uhr: Die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Trump-Siegs hat an den Finanzmärkten zu kleinen Schocks geführt: Der mexikanische Peso fällt um 7,5 Prozent - das stärkste Minus seit 1984. Der Goldpreis steigt. Auch die Börsen in Asien geben nach: Der Nikkei-Index gibt um mehr als 2 Prozent nach. Die japanische Regierung steht nach eigenen Angaben bereit, gegebenenfalls in den Finanzmarkt einzugreifen. Der Dollar war zuvor zum Yen massiv abgesackt. Trump meldet sich derweil via Twitter mit entschlossenem Blick auf der Bühne zurück:

3.30 Uhr: Das Momentum ist eindeutig auf der Seite Trumps. Erstmals hält angesichts der aktuellen Stimmen-Lage der Wahrscheinlichkeitsrechner der New York Times einen Sieg Donald Trumps für wahrscheinlicher . Zu Beginn des US-Wahlabends war das Pendel eindeutig in Richtung Clinton ausgeschlagen.

3.13 Uhr: Mindestens mal ein achtbarer Zwischenstand für Donald Trump: Er hat sich jetzt schon 128 Wahlmännerstimmen gesichert, Hillary Clinton nur 97. Zudem: In den Swing States Virginia, Florida und Ohio liegt er vorne, allerdings sind dort zum Teil noch viele Stimmen auszuzählen.

2.30 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat schon mal vorgearbeitet und eine kurze Video-Botschaft via Buzzfeed verbreitet. Der Inhalt in Kurzform: Egal wer neuer Präsident werde: Die Sonne gehe auch am nächsten Morgen wieder auf und die Vereinigten Staaten seien das beste Land der Erde.

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2.15 Uhr: Extreme Spannung in Florida: Nach Auszählung von 86 Prozent der stimmen liegt Trump wieder minimal vorne - wenn auch nur mit rund 900 Stimmen. DieNew York Times schätzt , dass Trump derzeit der Favorit für den Sieg in Florida ist. Dessen Wahlmännerstimmen braucht er auch, wenn er US-Präsident werden will.

2.05 Uhr: Clinton gewinnt gleich einen ganzen Strauß von Bundesstaaten: Delaware, Washington D.C., Illinois, Maryland, Massachusetts und New Jersey. Eine ständig aktualisierte Übersicht über den Stand in den einzelnen Bundesstaaten finden Sie auf unserem Partner-Portal Spiegel Online und - ebenfalls vorbildlich -

auf politico. 

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Swing-States-Ranking: Das sind die acht wichtigsten Bundesstaaten für die US-Wahl

Foto: AP/ West Bend Daily News

1.50 Uhr: CNN und AP rufen Trump auch für West Virginia als Sieger aus. Macht 24 Wahlmännerstimmen. Weil aber auch das erwartet worden war, richtet sich der Blick jetzt zunehmend gen Florida, das alleine 29 Wahlmänner entsendet. Nach Auszählung von 65 Prozent der Stimmen liegt Clinton leicht vorne. Das lag aber vor wenigen Minuten noch andersherum.

1.20 Uhr: Trump hat sich in seine Wohnung im Trump Tower in New York zurückgezogen, trinkt Cola Light und verfolgt die Ergebnisse im Fernsehen. "Er ist ganz ruhig. Wir denken, es wird sehr, sehr knapp", sagte Rudy Giuliani, ehemaliger Bürgermeister New Yorks und ein Freund und Berater Trumps.

1.10 Uhr: Einige Wahllokale in North Carolina werden tatsächlich länger geöffnet bleiben, weil dort laut Angaben lokaler Wahlverantwortlicher zuvor wegen Computerproblemen zeitweise nicht abgestimmt wurden konnte. North Carolina ist ein so genannter Swing State, der in der Vergangenheit zwischen republikanischen und demokratischen Kandidaten schwankte.

Ex-Präsident Bush gibt seine Wahlentscheidung bekannt - er stimmte nicht für Trump

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US-Wahlkampf 2016: Die besten Bilder

Foto: BRIAN SNYDER/ REUTERS

1.05 Uhr: Wie sehr Donald Trump seine Partei gespalten hat, belegt die Wahlentscheidung des ehemaligen republikanischen US-Präsidenten George W. Bush: Genauso wie seine Frau Laura hat er weder für Trump noch für die Demokratin Hillary Clinton gestimmt. Das berichtete der Sender CBC am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf einen Sprecher Bushs. Sein Bruder Jeb Bush, ehemaliger Gouverneur von Florida, hatte sich in diesem Jahr selbst um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben, enttäuschte jedoch in den Vorwahlen.

1.00 Uhr: CNN legt sich fest: Trump gewinnt die Bundesstaaten Indiana und Kentucky, Clinton Vermont. Damit hat Trump 19 Wahlmänner-Stimmen sicher, Clinton 3. Das entspricht den Erwartungen. Zur Erinnerung: Wer 270 Wahlmänner-Stimmen auf sich vereinigt, wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten.

0.30 Uhr: North Carolina ist einer der am stärksten umkämpften Staaten. Nach Computerproblemen im Bezirk Durham soll die Öffnungszeit der Wahllokale jetzt um 90 Minuten verlängert werden. Die Ergebnisse in North Carolina waren zuletzt so knapp, dass diese Verlängerung möglicherweise entscheidend sein kann, wer die Wahlmännerstimmen bekommt.

0.00 Uhr: Die ersten Wahllokale in Indiana und Kentucky schließen - und liefern gleich die ersten Ergebnisse. In Kentucky liegt Trump nach Auszählung von einem Prozent der Stimmen deutlich vorne, allerdings ist das für ihn auch Pflicht. Der Bundesstaat wählt traditionell republikanisch. Hier können Sie noch einmal den Zeitplan für die Wahlnacht nachlesen.

Obama spielt am Wahltag Basketball

23.55 Uhr: Und was macht Barack Obama heute am Nachmittag Ortszeit? Er spielt Basketball - so wie schon 2008 und 2012, als er zur Wahl stand. Allerdings natürlich nicht, ohne vorher seine Stimme abgegeben zu haben: "I started an Election Day tradition on the court back in 2008. Not about to break it today. If you've got your own Election Day rituals, make sure one of them is casting your vote. It's the most important American tradition we've got. So go vote - let's finish what we started 8 years ago", so Obama.

23.10 Uhr: Schon ganz interessant, die Ergebnisse des ersten CNN-Exit-Polls: Auf die Frage, was die wichtigste Eigenschaft des Obama-Nachfolger sein sollte, antworteten 38 Prozent, er solle für einen Wechsel stehen. Das würde für die Wahl Trumps sprechen. Jeweils 22 Prozent sprachen sich für "Erfahrung" und "Urteilskraft" aus - was wiederum für Clinton spricht. Nur 18 Prozent antworteten: Der neue Präsident "soll sich um mich kümmern".

Für Daimler-Chef Dieter Zetsche wäre die CNN-Studio-Atmosphäre übrigens wohl nichts: Bei den Herren scheint Krawattenpflicht zu herrschen, keine Jeans, keine Sneaker - nirgends.

22.40 Uhr: CNN legt schon mal los mit der Wahlberichterstattung, in knapp 30 Minuten soll es die ersten Exit Polls geben. Das wäre ungefähr so, als würden ARD und ZDF bei einer Bundestagswahl um 17 Uhr die ersten Daten nach Befragung von Wählern nach deren Stimmabgabe veröffentlichen. Der US-Nachrichtensender bietet seine Stars auf: Wolf Blitzer, Jake Tapper, Dana Bash und Anderson Cooper. John King wird vor der "CNN Magic Wall" die Ergebnisse interpretieren.

22.35 Uhr: Eine Richterin in Nevada hat kurz vor Schließung der Wahllokale eine Klage des Wahlkampf-Lagers von Donald Trump abgelehnt. Der Republikaner hatte nach Angaben mehrerer US-Medien Klage gegen ein Wahlamt in einem Bezirk eingereicht. Trump hatte angeblich beklagt, dass die Öffnungszeiten mehrerer Wahllokale in einem Bezirk bei den Frühwahlen in der vergangenen Woche um bis zu zwei Stunden verlängert worden waren (für mehr Details schauen Sie bitte unter dem Eintrag von 20.10 Uhr nach).

Clintons und Trumps Lager duellieren sich auf Twitter

Via Twitter feuert Trump seine Wähler für die letzten Stunden noch einmal an (Die Wahllokale im wichtigen Bundesstaat Florida schließen um 2 Uhr unserer Zeit):

22.10 Uhr: Die Kandidaten für das Vizepräsidentenamt, Mike Pence (Trumps Mann) und Tim Caine (Clintons Mann) sind - natürlich in getrennten Maschinen - auf dem Flughafen LaGuardia in New York gelandet und bereiten sich auf die Wahlnacht vor. Auf welche Party Sie in Deutschland gehen können, haben wir hier zusammengestellt. In New York feiert Hillary Clinton im Javits Convention Center nahe des Hudson, Trump ein paar Straßen weiter mittendrin in Manhattan im Hilton Hotel. Vor Beginn der Party will er sich die Entwicklung aber in seinem Trump Tower, ebenfalls in Manhattan, anschauen.

21.55 Uhr: Die "FT" hat zahlreiche Berichte über Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe zusammengestellt . Ein möglicher Grund ist eine Entscheidung des obersten Gerichts aus dem Jahr 2013, durch die der Supreme Court die Wahlbeobachtung durch das US-Justizministeriums während des Wahltags limitiert hat.

21.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit: Noch drei Stunden, bevor die ersten Wahllokale schließen und vier Stunden, bevor in den ersten, östlichen Bundesstaaten, die sich über zwei Zeitzonen erstrecken, die Wahlen komplett abgeschlossen sind. Auch der Großteil der Wahllokale im wichtigen Bundesstaat Florida schließt um 1 Uhr unserer Zeit. Kandidat Trump äußerst sich bereits fleißig in TV-Sendern (siehe unten), Clinton hält sich zurück, dafür verbreitet ihre 36-jährige Tochter Zuversicht:

20.45 Uhr: Die Kinder der beiden Kandidaten liefern sich ein bislang erfreulich friedfertiges Fernduell auf Twitter.

Donald Trump Junior (im Bild links):

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Und Chelsea Clinton:

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20.30 Uhr: Der nächste Beleg, dass für Donald Trump mit dem Wahltag der Wahlkampf möglicherweise nicht vorbei ist: Im TV-Sender Fox behauptet er, die Wahlmaschinen hätten an mehreren Orten nicht richtig funktioniert. Sie hätten Stimmen für Republikaner den Demokraten zugeordnet.

Trump reicht Klage gegen Wahlamt in Nevada ein

20.10 Uhr: Das Wahlkampf-Lager des US-Republikaners Donald Trump hat nach Angaben des Senders CNN vom Dienstag Klage gegen ein Wahlamt in Nevada eingereicht. Hintergrund ist demnach, dass die Öffnungszeiten mehrerer Wahllokale in einem Bezirk bei den Frühwahlen in der vergangenen Woche um bis zu zwei Stunden verlängert worden waren.

Begründet wurde das damit, dass zahlreiche Menschen zur geplanten Schließungszeit noch Schlange standen, um ihre Stimme abgeben zu können. Nach geltenden Regeln können Wähler in solchen Fällen nicht abgewiesen werden.

Das Trump-Lager beharrt dagegen darauf, dass es sich um einen Gesetzesverstoß handele. Daher dürften die Frühwahlstimmen nicht mitgezählt werden. Eine Anhörung dazu war für Dienstagnachmittag (Ortszeit) geplant.

Nevada zählt zu den besonders heiß umkämpften Staaten mit vielen Latino-Wählern. Ein großer Teil von ihnen hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, vorzeitig wählen zu gehen. Die Demokratin Hillary Clinton hat in dieser Bevölkerungsgruppe weitaus größeren Rückhalt als Trump.

Zuvor hatte sich Trump für den Fall einer Niederlage bereits eine Klage gegen das Wahlergebnis weiter offen gehalten: "Man hört so viele schreckliche Geschichten, und man sieht so viele Sachen, die falsch sind. Also werden wir uns das anschauen. Gewiss liebe ich dieses Land und glaube an das System, versteht sich", sagte er CNN zufolge. Im Wahlkampf hatte Trump wiederholt erklärt, dass das Wahlsystem "gezinkt" sei. Er behalte sich eine Anfechtung vor, wenn es Anhaltspunkte dafür gebe, dass etwas "fischig" sei.

19.45 Uhr: Der Wahlkampf hat die USA gespalten, die US-Amerikaner in den Dax-Vorständen halten sich dennoch lieber zurück mit Aussagen zu Hillary Clinton und Donald Trump. Auf eine entsprechende Anfrage von manager-magazin.de wollten Kim Hammonds (Deutsche Bank), Rice Powell (Fresenius) und Eric Liedtke sowie Glenn Bennett (jeweils Adidas) nicht antworten. Nur Siemens-Energievorstand Lisa Davis äußerte sich: Den heutigen Wahltag verbringe sie auf der ADIPEC-Konferenz in Abu Dhabi mit Kunden. Und den Ausgang der Wahl sehe sie ganz pragmatisch: "With our 50,000 employees and our long history in the US, we are certain that Siemens will find many areas upon which we agree and can work productively with the new US administration."

18.10 Uhr: Da weiß einer, wovon er spricht: Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist nicht nur deutscher Außenminister und damit sozusagen in der Bundesregierung zuständig für die USA. Er ist vielmehr auch als Kandidat für das Amt des hiesigen Bundespräsidenten im Gespräch, aus dem der Amtsinhaber Joachim Gauck ja im kommenden Jahr ausscheiden wird. Am heutigen Dienstag sagte Steinmeier, die Vereinigten Staaten seien nach dem erbitterten Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ein "mehr oder weniger gespaltenes Land". "Der Wahlkampf hinterlässt auch ein schwieriges Erbe für den, der die Verantwortung als Präsident zukünftig hat", so Steinmeier. "Es wird schwer sein, die Gräben, die tiefer geworden sind zwischen den politischen Lagern, zu überbrücken." Zumindest den letzten Teil seines Statements könnte man derzeit wohl durchaus auch auf die politische Landschaft hierzulande beziehen.

17.50 Uhr: Die Finanzmärkte scheinen nun doch eine US-Präsidentin Hillary Clinton zu erwarten. Zum Handelsschluss drehte der deutsche Börsenindex Dax (Kurswerte anzeigen) noch recht deutlich ins Plus, und auch die US-Börsen notieren positiv. Was beim Ausgang der Wahl in die eine oder andere Richtung an der Börse am morgigen Mittwoch zu erwarten ist, können Sie hier nachlesen.

17.45 Uhr: Nate Silver ist so etwas wie ein Star unter den Vorhersagespezialisten in der US-Politik: Bei den vergangenen beiden Präsidentschaftswahlen hatte der Blogger die Ergebnisse beinahe aller Bundesstaaten korrekt vorausgesagt (nur 2008 lag er in Indiana daneben). Nun hat sein Blog FiveThirtyEight  seine finale Prognose für die diesjährige Wahl vorgelegt. Das Ergebnis weicht nicht von vielen anderen Prognosen ab: Hillary Clinton wird laut Silver mit einer Wahrscheinlichkeit von 71,4 Prozent Präsidentin der Vereinigten Staaten. FiveThirtyEight geht davon aus, dass "HRC" 302 Wahlmännerstimmen auf sich vereinen kann. Dabei berechnet der Zahlenexperte einen Sieg in einem der beiden wichtigen Staaten Florida und North Carolina ein, aber nicht Siege Clintons in beiden Staaten gleichzeitig.

17.35 Uhr: Gewählt wird in 50 US-Bundesstaaten - in vielen davon ist allerdings Umfragen und Erfahrungswerten zufolge längst klar, ob sie sich für Clinton oder Trump entscheiden werden. Fachleute erwarten daher, dass die eigentliche Entscheidung bei der diesjährigen US-Wahl in wenigen so genannten "Swing States" fallen wird. Hier haben wir für Sie einen guten Überblick über diese acht wichtigsten US-Bundesstaaten am heutigen Tage:

Fotostrecke

Swing-States-Ranking: Das sind die acht wichtigsten Bundesstaaten für die US-Wahl

Foto: AP/ West Bend Daily News

17.20 Uhr: Nun hat auch Donald Trump seine Stimme abgegeben. Trump wählte in seiner Heimatstadt New York gemeinsam mit seiner Ehefrau Melania. "Alles sieht sehr gut aus", sagte der Immobilienmilliardär und Republikaner Reportern. Zuvor hatte er dem Fernsehsender Fox News gesagt: "Ich habe meine Entscheidung getroffen, ich stimme für Trump". Auf Twitter gibt es allerdings Berichte, nach denen Trump bei seiner Stimmabgabe heftig ausgebuht wurde. Fotografisch unbestechlich festgehalten: Nacktprotestierende wegen Trumps sexistischer Aussagen:

Hat was gegen Trump, hatte aber nicht genügend an - und wurde deswegen abeskortiert.

Hat was gegen Trump, hatte aber nicht genügend an - und wurde deswegen abeskortiert.

Foto: REUTERS

16.55 Uhr: Die Wahllokale sind noch geöffnet und der Urnengang im vollen Gange, doch manch einer kann es offenbar kaum noch abwarten, mit der Regierungsarbeit loszulegen. Nigel Farage etwa, Chef der EU-kritischen Ukip-Partei Großbritanniens und Vorkämpfer für den "Brexit", gab bekannt, dass er gerne einen Posten in einer Regierung eines möglichen US-Präsidenten Donald Trump hätte. "Würde er mir einen Job anbieten, wäre ich ziemlich gern sein EU-Botschafter", sagte Farage dem britischen Fernsehsender ITV. "Ich denke, dass ich diesen Job gut machen würde."

Bleibt die Frage, welche Mitarbeiter sich noch bei Trump bewerben: Ex-Wrestler Hulk Hogan für das Ressort Sport? Oder Chuck Norris als Chef des Pentagons? Angeblich soll Trump dem Silicon-Valley-Investor Peter Thiel übrigens bereits ernsthaft einen Posten am obersten Gerichtshof angeboten haben, was dieser Berichten zufolge allerdings abgelehnt habe.

Fotostrecke

Mathe à la Donald Trump: So rechnet der Immobilienmogul seine Hochhäuser groß

Foto: Getty Images

16.40 Uhr: Eine wichtige Größe im US-Wahlkampf war die Enthüllungsplattform Wikileaks, denn auf ihr wurden zahlreiche der Emails aus dem Lager von Hillary Clinton veröffentlicht, wodurch die Kandidatin erheblich unter Druck geriet. Bis zuletzt schwankten die Umfragen im Takt der Entwicklung rund um Clintons Email-Affäre. Jetzt ist klar: Selbst am Wahltag lässt Wikileaks nicht locker. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, wurden auf der Plattform auch am heutigen Dienstag neue Emails von Clintons Berater John Podesta veröffentlicht. Insgesamt habe Wikileaks nun 58.000 Mails von Podestas-Account publiziert, so das "WSJ". Die Daten sollen US-Behörden zufolge von russischen Hackern erbeutet worden sein, wofür es allerdings keinen Beleg gibt. Wikileaks-Gründer Julian Assange, der seit geraumer Zeit in der Botschaft Ecuadors in London residiert, stritt kürzlich ab, dass die Podesta-Mails von russischen Quellen stammten. Assanges Statement klang allerdings wenig überzeugend - er machte es laut "WSJ" in einem Sender, der von der russischen Regierung kontrolliert wird.

"Newsweek" hat Trumps Wahlsieg schon auf dem Cover

16.10 Uhr: Mehrfach während des Wahlkampfs hatte Kandidat Trump angedeutet, das Wahlergebnis könnte durch das im politischen Establishment bestens vernetzte Gegenlager von Hillary Clinton gefälscht werden, er habe daher möglicherweise ohnehin keine Chance auf den Sieg. Nun tauchte ein Cover der Zeitschrift "Newsweek" auf, das bereits eine Präsidentin Clinton zeigt (Zeile: "Madame President"). Ein gefundenes Fressen selbstverständlich für das Trump-Lager und alle rechten Verschwörungstheoretiker.

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Die Auflösung liefert jedoch der US-Sender CNN Money : Die "Newsweek" hat nicht nur das Clinton-Cover vorbereitet, sondern auch das entsprechende Titelblatt, das im Falle eines Wahlsiegs von Donald Trump verwendet werden soll ("President Trump"). Es muss nicht eigens erwähnt werden, dass dieser Teil der Realität bei Trumps Fans und in den üblichen konspirativen Kreisen auf weniger Interesse stoßen dürfte.

15.45 Uhr: Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich eigentlich um neutrale Zurückhaltung bemüht, wird nun mit einer Einschätzung zur US-Wahl zitiert. Auf die Frage, ob es eine besondere Bedeutung hätte, wenn mit Hillary Clinton eine Frau erfolgreich wäre, sagte Merkel: "Dann kommen wir dem Gleichgewicht von Frauen und Männern in führenden Positionen etwas näher." Eine Feststellung, mit der sich Merkel auf dem Boden mathematischer Tatsachen bewegt, und gegen die sich daher nichts einwenden lässt. Die Neutralität der deutschen Regierungschefin bleibt selbstverständlich dennoch gewahrt.

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15.20 Uhr: Am Rande einer Pressekonferenz hat sich auch Tesla-Gründer Elon Musk zum Wahltag geäußert. Konkret auf den republikanischen US-Präsidentschaftskandidat angesprochen sagte der Manager: "Zuerst möchte ich mich im Namen Amerikas entschuldigen. Das ist nicht der schönste Moment in der amerikanischen Demokratie", zitiert ihn Patrick McGee, Journalist der "Financial Times". Musk hatte sich schon vorher kritisch zu Donald Trump geäußert - mit der Demokratin Hillary Clinton ist der Tesla-Gründer allerdings auch nicht vollends einverstanden .

Kandidatin Clinton bei der Stimmabgabe

Kandidatin Clinton bei der Stimmabgabe

Foto: REUTERS

15.00 Uhr: Erstes Highlight des Tages: Kandidatin Hillary Clinton hat ihre Stimme abgegeben. Die Kandidatin der Demokraten besuchte zu dem Zweck eine Grundschule in ihrem Wohnort Chappaqua im Bundesstaat New York.

14.50 Uhr: In den USA laufen die Analysen zur US-Wahl seit Öffnung der Wahllokale bereits auf Hochtouren. Eine bemerkenswerte Beobachtung hat der US-Sender CNN  gemacht. Demnach dürfte Hillary Clinton ersten Auszählungen zufolge im Bundesstaat North Carolina schlechter abschneiden als vor vier Jahren Barack Obama. Gleichzeitig stehe Donald Trump offenbar in North Carolina besser da als vor vier Jahren Mitt Romney, seinerzeit Kandidat der Republikaner. North Carolina gelte als Schlüsselstaat, so CNN: Gewinne Clinton dort, müsse Trump jeden anderen der noch umkämpften Staaten gewinnen. Hole sich hingegen Trump den Sieg in North Carolina, so habe Clinton noch verschiedene Wege, dennoch zum Gesamterfolg zu kommen.

Hedgefonds-Milliardär wettert gegen Trump, Ex-Microsoft-CEO Ballmer rechnet

14.20 Uhr: Die Online-Seiten der großen US-Medien stehen ganz im Zeichen der Wahl. Die "New York Times"  (NYT) hat sich dabei etwas Besonderes einfallen lassen: In einer langen Bilderstrecke  zeigt sie ihre Titelbilder sämtlicher Wahlen in den USA beginnend mit dem Jahr 1852.

Die ersten Wahl-Titelseiten sind indes alles andere als ein Augenschmaus - genauer gesagt: eine einzige "Bleiwüste". 1896 geht's dann optisch in die Vollen. Die NYT zeigt an einem Wahltag auf Seite 1 erstmals eine halbseitige Grafik der US-Bundesstaaten. Auf das erste echte Bild auf einer Wahltag-Titelseite mussten sich die die geneigten Leser allerdings bis 1932 gedulden.

13.50 Uhr: Auch an der Börse wird der Ausgang der Wahl mit Spannung erwartet: Nach den deutlichen Gewinnen zum Wochenauftakt ist es am Dienstag im Dax wieder leicht abwärts gegangen. Wegen des erwarteten Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen den Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump in den Vereinigten Staaten rückten andere Nachrichten in den Hintergrund. Der deutsche Leitindex Dax verlor bis zur Mittagszeit 0,17 Prozent auf 10.439,7 Punkte. Lesen Sie hier unseren aktuellen Börsenbericht vom heutigen Dienstag und hier, was an der Börse voraussichtlich am morgigen Mittwoch passieren wird.

13.20 Uhr: Am heiß umkämpften Wahltag geben die Helfer noch mal alles. Dabei versteht es sich von selbst, dass die Familie auf allen Kanälen für ihren Kandidaten trommelt und ganz demonstrativ für ihn noch mal zusammenrückt. Besonders eifrig ist Donald Trumps Sohn Eric  dabei. Für ihn sei es eine "unglaubliche Ehre", seinen Vater wählen zu dürfen. "Er wird einen richtig guten Job für Amerika machen", twittert Eric - dessen Hochzeitstag übrigens auf den Wahltag fällt.

12.45 Uhr: Hillary Clintons "running mate" und Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, Senator Tim Kaine aus Virginia, hat bereits seine Stimme abgegeben.

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David Tepper, Gründer des Hedgefnods Appaloosa Management

David Tepper, Gründer des Hedgefnods Appaloosa Management

Foto: © Brendan McDermid / Reuters/ REUTERS

12.30 Uhr: Bis zuletzt äußern sich Prominente - auch aus der Welt der Wirtschaft - zur US-Wahl und geben mitunter ziemlich deutlich zu erkennen, welches der Lager sie unterstützen. Im US-Sender CNBC etwa sagte der Hedgefonds-Milliardär David Tepper, Donald Trump trete als "Engel des Lichts" auf, sei jedoch in Wahrheit der "Vater der Lüge". Insbesondere Trumps Behauptung, er sei ein großzügiger Spender, der schon häufig und viel für gute Zwecke gespendet habe, stößt Tepper übel auf. Trump habe bei wichtigen Anlässen kaum Geld gegeben, sagte er. "Bei Sandy, der großen Sandy-Sammlung, bei der großen 9/11-Sammlung, keinen Pfennig", sagte Tepper. "Keinen Pfennig! Niemand kann mir erzählen, dass sei eine großzügige, wohltätige Person."

Fotostrecke

Immobilien von Clinton, Trump und Co.: Diese Häuser gehör(t)en Amerikas Top-Politikern

Foto: Jacquelyn Martin/ AP

Milliardär und Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer zeigt sich indes ziemlich genervt von der Wahl und den vorausgegangenen Kampagnen. Der selbsternannte "Zahlenmensch" ärgert sich, dass die Wahrheit in all der politischen Rhetorik auf der Strecke bleibe. Ballmer will den Menschen die erforderlichen Daten an die Hand geben, damit sie die Lügen der Politiker entlarven können. "Keiner scheint sich für die Fakten zu interessieren", sagt er. In einer gigantischen Excel-Tabelle hat er zusammen mit einigen Mitstreitern zu dem Zweck laut Bloomberg die US-Haushaltsdaten aus drei Jahrzehnten zusammengefasst. Name des Projekts: "USAFacts".

Hintergrund: Das ist die US-Wahl in Kürze

Mit einem fulminanten Finale haben Hillary Clinton und Donald Trump den wohl spektakulärsten Wahlkampf in der US-Geschichte zu Ende gebracht. Die frühere Außenministerin und First Lady Clinton ging als Favoritin in den Wahltag am heutigen Dienstag. Die meisten Umfragen sahen sie knapp vorn.

Gewählt wird der US-Präsident nur indirekt vom Volk. Jeder Bundesstaat hat eine bestimmte Zahl von Stimmen in einem 538-köpfigen Gremium aus Wahlmännern und -frauen zu vergeben. Deren Zahl richtet sich nach der Größe eines jeden Staates. Das bevölkerungsreiche Kalifornien stellt 55 Wahlmänner, das kleine Delaware nur drei.

Wahlberechtigt sind am Dienstag von den 322 Millionen US-Bürgern theoretisch alle, die mindestens 18 Jahre alt sind. Das sind etwa 219 Millionen. Voraussetzung ist, dass sich ein Wähler registrieren lässt und nicht von der Wahl ausgeschlossen wird - beispielsweise wegen einer kriminellen Vergangenheit. Mehr als 41 Millionen Amerikaner haben bereits frühzeitig abgestimmt.

Die Wahllokale schließen ab 18.00 Uhr Ortszeit. Erste Ergebnisse einzelner Bundesstaaten werden nicht vor 01.00 Uhr (MEZ) erwartet. manager magazin online informiert über die Wahl und die Ergebnisse laufend in diesem Newsblog sowie in zahlreichen weiteren Stücken auf unserer Website.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.