Solarworld triumphiert USA erheben neue Zölle auf Solarimporte aus China

Im Kampf gegen wettbewerbsverzerrende Subventionen hat Solarworld einen Etappensieg errungen. Über seine US-Tochter erreichte der Solarkonzern, dass Washington zusätzliche Zölle für Sonnenkollektoren aus China erhebt.
Solarfabrik in China: Die Beschwerde einer US-Tochter der deutschen Solarworld über Wettbewerbsverzerrung durch staatliche Subventionen in China hat Folgen

Solarfabrik in China: Die Beschwerde einer US-Tochter der deutschen Solarworld über Wettbewerbsverzerrung durch staatliche Subventionen in China hat Folgen

Foto: How Hwee Young/ dpa

Washington - Der Streit zwischen China und den USA über Dumpingpreise und Subventionen in der Solarindustrie geht in die nächste Runde. Das US-Handelsministerium sprach sich am Dienstag in einer vorläufigen Entscheidung für weitere Zölle auf Solarimporte aus China aus. Damit reagierte es auf eine offizielle Beschwerde der US-Tochter des deutschen Solarkonzerns Solarworld, die staatliche Zuschüsse für chinesische Konkurrenten in den USA anprangerte.

Die Volksrepublik subventioniere die Produktion der chinesischen Solarmodule, erklärte das US-Handelsministerium. Die Unternehmen erlangten dadurch einen Wettbewerbsvorteil. Zum Ausgleich würden zunächst vorläufig bis zu 35 Prozent der Preise als Aufschlag alle Produkte erhoben, die mit Solartechnologie zu tun hätten. Eine abschließende Entscheidung über die Zölle steht noch aus.

Solarworld hatte argumentiert, die chinesischen Unternehmen umgingen bereits bestehende Zölle auf Solarmodule, indem sie dafür notwendige Zellen in Taiwan fertigten. Auf diese Weise könnten sie den US-Markt weiter mit ihren billigen Produkten überschwemmen. "Dies ist ein klarer Sieg für Solarworld und die heimische Solarindustrie", sagte ein Anwalt des Unternehmens in einer ersten Stellungnahme.

Kritik aus Peking

Die Staatsführung in Peking kritisierte den Schritt. Auf seiner Internetseite erklärte das chinesische Handelsministerium, der Beschluss ignoriere die Fakten und verletze Handelsgesetze. Dadurch würden die Probleme der US-Solarindustrie nicht gelöst.

China hatte auf bereits bestehende Aufschläge für chinesische Solarmodule seinerseits mit Strafzöllen für US-Einfuhren reagiert. Die Volksrepublik verhängte etwa Aufschläge für den Import von Silizium, das für die Herstellung von Sonnenkollektoren nötig ist.

Auch die deutschen Hersteller haben seit Jahren mit der harten Konkurrenz vor allem aus China zu kämpfen. Überkapazitäten führten zu einem enormen Preisverfall. Außerdem gingen die Neuinstallationen in Europa wegen Förderkürzungen zurück. Viele Unternehmen wie Conergy , Schott, Siemens  oder Q-Cells zogen sich aus dem Solargeschäft zurück oder wurden übernommen. Die übrig gebliebenen Hersteller wie SMA Solar  und Solarworld  stellen sich international auf, um zu überleben.