Mittwoch, 13. November 2019

Nach Invasion in Nordsyrien USA und Türkei einigen sich auf Waffenruhe

 Keine US-Sanktionen gegen die Türkei bei dauerhafter Waffenruhe: Das sagte US-Vize-Präsident Mike Pence (rechts) dem türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan am Donnerstagabend zu. Zunächst sollen die Waffen in Nordsyrien fünf Tage schweigen.
Huseyin Aldemir/ REUTERS
Keine US-Sanktionen gegen die Türkei bei dauerhafter Waffenruhe: Das sagte US-Vize-Präsident Mike Pence (rechts) dem türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan am Donnerstagabend zu. Zunächst sollen die Waffen in Nordsyrien fünf Tage schweigen.

US-Vize-Präsident Mike Pence hat sich nach eigenen Angaben mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf eine Waffenruhe für den Nordosten Syriens verständigt.

Die Türkei habe zugesichert, alle militärischen Aktionen für 120 Stunden zu unterbrechen, sagte Pence am Donnerstag in Ankara nach Beratungen mit Pence. Während der Waffenruhe könne die Kurden-Miliz YPG aus der Region abziehen. Der Militäreinsatz der Türkei werde enden, sobald die YPG komplett aus abgezogen ist.

Die Türkei will jenseits ihrer Südgrenze in einem rund 30 Kilometer breiten Streifen auf syrischem Territorium eine sogenannte Sicherheitszone errichten. Mit seinem "Quelle des Friedens" genannten und seit einer Woche dauernden Angriff will das türkische Militär die YPG aus dem Gebiet vertreiben.

Die USA sagten zu, ihre Sanktionen gegen die Türkei bei einer dauerhaften Waffenruhe in Nordsyrien wieder aufzuheben. Vorerst würden keine weiteren Strafmaßnahmen gegen die Türkei verhängt, so Pence.

Am Dienstag hatten die USA in Reaktion auf die Invasion türkischer Truppen in Nordsyrien Sanktionen

  • gegen Verteidigungsminister Hulusi Akar, Energieminister Fatih Donmez sowie Innenminister Süleyman Soylu verhängt. Mögliches Vermögen der Personen in den USA wird damit eingefroren.
    • Sanktionen wurden auch gegen das Verteidigungsministerium und das Energieministerium der Türkei verhängt.
    • Zugleich hatte Trump in einer Erklärung die Anhebung von Strafzöllen auf Stahlimporte aus der Türkei auf 50 Prozent angekündigt.
    • Zudem werde die US-Regierung "umgehend" Verhandlungen über ein Handelsabkommen abbrechen, hieß es am vergangenen Dienstag.

    rei/Reuters

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