Ende der Dauer-Rezession Spanische Notenbank rechnet mit Aufschwung im Sommer

Spanien hat das Schlimmste hinter sich - das ist zumindest die Auffassung von Zentralbankchef Linde. Im dritten Quartal erwartet er Wachstum für das von Schulden und Rekordarbeitslosigkeit geplagte Land. Die Krise sei jedoch noch nicht überwunden.
Bankia-Zentrale in Madrid: Die Rezession hat nach Meinung der Zentralbank Ende 2012 den Höhepunkt erreicht

Bankia-Zentrale in Madrid: Die Rezession hat nach Meinung der Zentralbank Ende 2012 den Höhepunkt erreicht

Foto: Kiko Huesca/ dpa

Madrid - Die spanische Notenbank geht von einem baldigen Ende der Dauer-Rezession aus. "Schon ab dem dritten Quartal könnten wir eine Rückkehr zu Wachstum sehen", sagte Zentralbankchef Luis Maria Linde im Parlament. Das Schlimmste liege hinter dem wirtschaftlich angeschlagenen Land.

Das Bruttoinlandsprodukt war von Januar bis März 2013 um 0,5 Prozent und damit das siebte Quartal in Folge geschrumpft. Ein Grund dafür ist die Rekordarbeitslosenquote von 27,2 Prozent, die die Binnennachfrage drückt. Die Rezession habe in Spanien Ende 2012 den Höhepunkt erreicht. Im letzten Quartal des vorigen Jahres war die Wirtschaftskraft im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent geschrumpft.

Bei der Sanierung der Banken habe Spanien Fortschritte erzielt. "Aber es gibt noch Risiken und Unsicherheiten, so dass man die Finanzkrise in keinem Fall als überwunden betrachten darf", betonte der Zentralbankchef. Das Land leidet noch immer unter dem geplatzten Immobilienboom und hohen Schulden.

Zur Forderung der Politiker, die Banken sollten den Unternehmen mehr Kredite gewähren, meinte Linde: "Die Kredite lassen sich nicht durch Verordnungen der Regierung erzwingen." Vielmehr müssten die Geldinstitute durch eine Sanierung ihrer Bilanzen in die Lage versetzt werden, die Wirtschaft mit Krediten zu versorgen

mahi/rtr/dpa-afx
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