Montag, 9. Dezember 2019

Silicon-Valley-Pate hält Jubelrede auf Donald Trump Sieben Gründe für die schräge Allianz von Donald Trump und Peter Thiel

2. Teil: Thiel über Frauen und Political Correctness

Hillary-Clinton-Fans: Seit dem Frauenwahlrecht ist es laut Thiel für sein Wunschmodell "kapitalistische Demokratie" vorbei

Die Freude an der Provokation eint Peter Thiel und Donald Trump. Thiels politisches Bekenntnis wird oft auf einen Essay reduziert, den er 2009 für das rechte Cato Institute schrieb. "Ich glaube nicht länger, dass Freiheit und Demokratie miteinander vereinbar sind", heißt es darin. Seit den 20er Jahren sei der Kapitalismus wegen "der enormen Zunahme von Sozialhilfeempfängern und der Ausweitung des Wahlrechts auf Frauen" nicht mehr mehrheitsfähig.

Zurücknehmen mochte er diese entmündigende Aussage nicht. Er stellte lediglich klar, dass er niemandes Rechte einschränken wolle - nur hoffe er eben nicht darauf, durch Wahlen etwas zum Besseren zu verändern.

Inzwischen klingt Peter Thiel, der schon als Philosophiestudent in Standford gegen "Sprachregelungen" wetterte (ein Freund rief einem Professor "Schwuchtel! Ich hoffe, du stirbst an Aids" nach) moderater. Doch noch 2012 sagte er in einem Interview mit dem Politikwissenschaftler Francis Fukuyama, "die Political Correctness ist unser größtes politisches Problem". Dem Berufsprovokateur Donald Trump wird das gefallen.

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