Krise am Ölmarkt USA wollen Energiefirmen eventuell teilverstaatlichen

Ölförderung in Texas: Der extrem niedrige Ölpreis bringt die US-Ölindustrie in erhebliche Schwierigkeiten.

Ölförderung in Texas: Der extrem niedrige Ölpreis bringt die US-Ölindustrie in erhebliche Schwierigkeiten.

Foto: Spencer Platt/ Getty Images

Die US-Regierung erwägt eine staatliche Beteiligung an den wegen niedriger Ölpreise unter Druck stehenden amerikanischen Energiekonzernen. "Wir prüfen eine ganze Reihe von Alternativen", sagte Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. "Sie können davon ausgehen, dass dies eine der Alternativen ist."

Auch Präsident Donald Trump sagte, er wolle der Branche helfen. Dazu schlug er vor, dass die Regierung sowohl Treibstoff für das Land als auch Flugtickets im Voraus kaufen könne. "Das Energiegeschäft ist für mich sehr wichtig, und wir werden es aufbauen", sagte Trump. Die Vereinigten Staaten seien der größte Verbraucher von Öl und könnten den Rohstoff zu einem hohen Preis kaufen.

Der beispiellose Absturz des Ölpreises zu Wochenbeginn ist inzwischen Gegenstand von Ermittlungen der US-Derivateaufsicht (CFTC). "In einer solchen Situation prüfen wir alle möglichen Erklärungen", sagte der CFTC-Kommissar Dan Berkovitz der Nachrichtenagentur Reuters. Wegen der extremen Preisschwankungen werde man diesmal ganz genau hinschauen.

Der Ölpreis war innerhalb von 30 Minuten um etwa 40 Dollar je Barrel gefallen, erstmals rutschte der Preis für US-Öl am Markt ins Minus. Wegen der Corona-Krise - die zu einer weltweiten Rezession führen dürfte - wird der Rohstoff derzeit viel weniger nachgefragt.

cr/rtr
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