Mittwoch, 19. Juni 2019

Zuwanderung nach Deutschland Warum der Regierungsberater DIW bei den ökonomischen Folgen des Flüchtlingsstroms irrt

Der Schlüssel für alles: Bildung.

11. Teil: Fazit

Nachdem ich dem SPIEGEL zugesagt hatte, bin ich, wie dieser etwas längere Blogbeitrag zeigt, detaillierter in die Annahmen des DIW eingestiegen. Je mehr ich das getan habe und je stärker die Nachrichten in den Medien wurden - so am letzten Samstag auf der Titelseite der Süddeutschen Zeitung - desto mehr habe ich mich über die Irreführung der Öffentlichkeit geärgert. Da wird ein Wohlstandszuwachs auf Pump durch mehr öffentliche Ausgaben als Wohlstandsgewinn verkauft und zudem "blühende Landschaften" voll in den Arbeitsmarkt integrierter Flüchtlinge versprochen, die zudem künftig die Renten bezahlen. Nichts davon hält einer genaueren Betrachtung statt.

Humanitäre Hilfe bedeutet nichts anderes, als seine Ersparnisse dazu zu nutzen, anderen zu helfen. Davon kann und sollte man sich keinen volkswirtschaftlichen Gewinn versprechen. Allerdings muss man die Beträge nüchtern berechnen und offen nennen. Dann können wir bewusst entscheiden, wie viel von unseren Ersparnissen wir für diese Hilfe ausgeben können und wollen. Dabei sollte uns niemand zu Mehrausgaben verleiten, mit der vagen Hoffnung auf einen späteren Ertrag, der nicht kommt.

Auch unsere Politiker nicht, selbst mit einer DIW-"Studie" unter dem Arm nicht.

Schade ist vor allem, dass unsere Medien im heutigen harten Verdrängungswettbewerb nicht mehr die Zeit haben, genauer hinzuschauen, bevor sie titeln: "Nach sieben Jahren bringt ein Flüchtling dem Staat Geld."


Diesen Text veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung von Daniel Stelter, beyond the obvious.

Daniel Stelter ist Mitglied der MeinungsMacher von manager-magazin.de. Trotzdem gibt diese Kolumne nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion des manager magazins wider.

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