Steuerhinterziehung LLB Vaduz zahlt Steuerstrafe an die USA

Es ist einer kleinerer Fall, aber es ist auch ein Zeichen: Die USA lassen ausländischen Banken aus Steueroasen weniger Raum. Jetzt muss die Liechtensteiner Bank LLB Vaduz Millionen an US-Behörden überweisen - als Strafe für Geschäfte mit unversteuertem Vermögen von US-Bürgern.
Liechtenstein: Im Visier der Steuerfahnder

Liechtenstein: Im Visier der Steuerfahnder

Foto: Johannes Simon/ Getty Images

Washington - Die USA belangen eine weitere ausländische Bank bei ihrem Kampf gegen Steuerhinterziehung. Die Liechtensteinische Landesbank AG (LLB Vaduz) muss nach monatelangen Verhandlungen gut 23,8 Millionen Dollar (17,9 Mio Euro) an die amerikanische Staatskasse überweisen. Damit werden die Erträge der Bank aus der Verwaltung von nicht versteuerten Vermögen von US-Kunden abgeschöpft sowie entgangene Steuereinnahmen beglichen.

Das Institut habe von 2001 bis 2011 nicht angebebene Konten für US-Kunden unterhalten, erklärte das US-Justizministerium am Dienstag in Washington. Dadurch habe die Liechtensteinische Landesbank einer "nennenswerten Zahl" an US-Steuerzahlern geholfen, sich vor ihren Verpflichtungen zu drücken. Ende 2006 habe die Bank auf gut 900 Konten mehr als 340 Millionen Dollar an nicht angegebenen Vermögenswerten für US-Kunden verwaltet, rechnete das Ministerium vor.

"Mit der erzielten Lösung kann die LLB Vaduz das US-Steuerthema endgültig abschließen", erklärte die Bank in einer Stellungnahme. Entsprechende Rückstellungen seien bereits gebildet worden. Strafrechtlich wird das Institut nicht belangt, was das Justizministerium mit der guten Zusammenarbeit begründete. So bekamen die US-Behörden nach eigenen Angaben mehr als 200 Datensätze von US-Steuerzahlern aus Liechtenstein überspielt. Zuvor waren vor allem Schweizer Banken ins Visier der US-Steuerfahnder geraten.

kst/dpa-afx
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.