Sonntag, 21. April 2019

Trittin-Modell als Vorbild Großbritannien führt Dosenpfand ein

Leere Getränkedosen und Kunststofflaschen

Später Genugtuung für Freunde des deutschen Dosenpfands: Im Kampf gegen den Plastikmüll will die britische Regierung wie in Deutschland Pfand auf Einwegflaschen und Dosen einführen. Umweltminister Michael Gove erklärte am Mittwoch, es müsse etwas dagegen unternommen werden, dass Tag für Tag Millionen von Plastikflaschen nicht recycelt würden.

"Wir wollen bei Plastikflaschen aktiv werden, um zu helfen, die Ozeane zu säubern." Schätzungen zufolge werden in Großbritannien jährlich 13 Milliarden Plastikflaschen verkauft.

Auch auf Einwegtrinkbehälter aus Glas und Metall soll künftig Pfand erhoben werden, wie das Umweltministerium in London mitteilte. Wie das Pfandsystem genau aussehen soll, steht aber noch nicht fest.

Premierministerin Theresa May hatte im Januar eine Reihe von Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikmüll angekündigt. Umweltschützer reagierten allerdings enttäuscht auf die Ankündigungen.

In Deutschland hatte einst Umweltminister Klaus Töpfer (CDU) den Grundstein fürs Dosenpfand gelegt. Nachfolger Jürgen Trittin (Grüne) setzte den Plan dann um.

nis/afp

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