Weiterhin Geld für Griechenland EZB will Nothilfen für griechische Banken verlängern

Von mm-newsdesk
Neue EZB-Zentrale: Geldversorgung soll erhalten bleiben

Neue EZB-Zentrale: Geldversorgung soll erhalten bleiben

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Informationen von Insidern voraussichtlich die Nothilfen an griechische Banken auch nach dem Nein beim Referendum aufrechterhalten. Obgleich die Entscheidung noch ausstehe, würden die Währungshüter wahrscheinlich die so genannten ELA-Hilfen auf dem aktuellen Niveau belassen, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen am Sonntag. Die Notkredite stehen heute in einer Telefonkonferenz des EZB-Rats erneut auf der Tagesordnung.

Der Rahmen für die Liquiditätshilfen liegt derzeit bei rund 89 Milliarden Euro. Ohne die ELA-Kredite wären die Institute nicht mehr liquide, da Unternehmen und Privatleute wegen der Unsicherheit über Griechenlands Verbleib in der Eurozone massiv Gelder von ihren Konten abgezogen haben.

ELA-Hilfen werden gegen Sicherheiten von der griechischen Notenbank vergeben - über die Gewährung beschließt aber der EZB-Rat. Die Hilfen sind inzwischen für das Überleben der Institute entscheidend, da sie seit Februar von der direkten Geldversorgung durch die EZB abgeschnitten sind. Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte vor Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses, auch ein Nein werde nicht sofort Konsequenzen für die Bankenhilfen haben. Auch ein zweiter Insider sagte, das Referendum werde wohl keine Veränderung zur Folge haben.

Viel Liquiditätsspielraum haben griechische Geldhäuser allerdings auch mit der Beibehaltung der Hilfen nicht mehr. Insidern zufolge dürfte der ELA-Rahmen bald erschöpft sein. Es wird daher erwartet, dass die Geldhäuser auch in den kommenden Tagen geschlossen bleiben.

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Referendum in Griechenland: Euro oder ...?

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Die Währungshüter dürften am Montag auch darüber diskutieren, die Sicherheitsabschläge auf die Pfänder zu erhöhen, die Hellas-Banken zum Erhalt der ELA-Kredite einreichen. Ein solcher Schritt würde aber vor allem als Signal zu sehen sein, dass die EZB auf die neue Lage reagiert, ohne damit die Geldversorgung für die Banken komplett zu sperren.

ts/mik/Reuters