Freitag, 15. November 2019

Kandidat der Libertären in Umfragen bei 10 Prozent Dieser marktradikale Drogenfreund will Trump und Clinton besiegen

Parteitag der US-Libertären: Die Freakshow von Orlando
REUTERS

Der US-Präsidentschaftswahlkampf ist um einen ambitionierten Sonderling reicher: Gary Johnson von der Libertären Partei.

Bisher haben die Libertären keine Rolle in der US-Politik gespielt haben, doch das könnte sich in diesem Jahr ändern, sagen Wahlforscher. Am Wochenende hat die Partei Johnson zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gekürt.

"Er gewinnt vielleicht keinen Staat, aber könnte viel Lärm machen", urteilt das US-Statistikportal "Fivethirtyeight" über den ehemaligen republikanischen Gouverneur von New Mexico. Einzelne Umfragen sehen Johnson im Dreikampf mit Trump und Clinton demnach bei 10 Prozent.

Trump und Clinton sind unbeliebt - das hilft "dritten Kandidaten"

Manche Beobachter rechnen damit, dass auch andere dritte Kandidaten den kommenden Wahlkampf erheblich aufmischen könnten. Das Umfeld für Kandidaten dritter Parteien ist dieses Mal vergleichsweise gut, weil Trump und Clinton zusammengenommen die unbeliebtesten US-Präsidentschaftskandidaten der modernen Zeitrechnung sind.

Trump gilt vielen Republikanern als unberechenbar. Clinton hat sich über die Jahre einen wenig hilfreichen Ruf als Vertreterin des Establishments erarbeitet.

Die Libertäre Partei der USA gibt es zwar auch schon seit 45 Jahren. Da es ihre Kandidaten jedoch bisher nicht in bedeutende Ämter geschafft haben, dürften viele Wähler sie als frisch und unverbraucht wahrnehmen.

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