EZB belässt Leitzins auf Rekordtief Draghi will Anleihen kaufen, bis die Inflation 2 Prozent erreicht

Von mm-newsdesk
EZB-Chef Draghi: breite Konjunkturerholung

EZB-Chef Draghi: breite Konjunkturerholung

Foto: Michael Probst/ AP/dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigt weiterhin keine Neigung, ihr milliardenschweres Wertpapierkaufprogramm zu verändern. Die im März gestarteten Käufe unter anderem von Staatsanleihen würden bis September 2016 fortgeführt, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. In jedem Fall aber werde das Programm fortgesetzt, bis die Inflation sich wieder nachhaltig dem Zielwert der Notenbank von knapp zwei Prozent nähere. Zurzeit liegt sie deutlich darunter. Damit werden weiter monatlich 60 Milliarden Euro in Staatsanleihen und andere Vermögenswerte investiert werden.

Die Nothilfen für die griechischen Banken erhöhte die EZB leicht.

Laut Draghi sieht die Zentralbank weiter eine breite konjunkturelle Erholung in der Eurozone. Nach Einschätzung der Notenbank haben sich jüngste Unsicherheiten an den Finanzmärkten nicht auf die Konjunkturerwartungen der EZB ausgewirkt. Draghi machte aber einmal mehr deutlich, dass die Notenbank alle zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen werde, falls sich die Entwicklung an den Finanzmärkten auf die Konjunkturerwartungen der Notenbank auswirken sollte.

Den Leitzins tastet die EZB wie erwartet zunächst nicht an. Der Schlüsselsatz für die Versorgung des Bankensystems mit frischem Geld bleibt auf dem Niveau von 0,05 Prozent, wie die Währungshüter weiter mitteilten. Die Zentralbank hatte den Leitzins im September 2014 auf das Rekordtief gesenkt.

ts/Reuters/dpa-afx
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