US-Präsident kündigt Gesetz an Trump will Todesstrafe bei Massenmord aus Hass

"Verbrechen gegen die Menschlichkeit": US-Präsident Trump bei seiner Rede an die Nation (neben ihm Vize-Präsident Mike Pence.

"Verbrechen gegen die Menschlichkeit": US-Präsident Trump bei seiner Rede an die Nation (neben ihm Vize-Präsident Mike Pence.

Foto: Leah Millis/ REUTERS

Nach den Massakern vom Wochenende in den USA will Präsident Donald Trump eine Gesetzesinitiative auf den Weg bringen, die die Todesstrafe bei Hassverbrechen in Form von Massenmord vorsieht. Er habe das Justizministerium angewiesen, eine entsprechende Gesetzgebung auszuarbeiten, sagte Trump am Montag im Weißen Haus in einer Ansprache an die Nation.

In seiner Rede bezeichnete Trump die Schusswaffenangriffe im texanischen El Paso und in Dayton im Bundesstaat Ohio mit insgesamt 29 Toten als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Die "barbarischen Morde" seien "ein Angriff auf eine Nation und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte Trump. Die Verantwortlichen solcher Taten müssten "schnell" hingerichtet werden.

Die USA müssten Rassismus, Fanatismus und die Ideologie weißer Vorherrschaft "verurteilen", forderte Trump zudem. "Diese finsteren Ideologien müssen besiegt werden. Hass hat keinen Platz in Amerika", sagte Trump. Die "Glorifizierung von Gewalt" müsse ein Ende haben.

Innerhalb weniger Stunden hatten am Wochenende zwei Schusswaffenangriffe die USA erschüttert. In einem Einkaufszentrum in El Paso an der Grenze zu Mexiko erschoss ein 21-jähriger Weißer am Samstag 20 Menschen, darunter sieben Mexikaner. Der Angreifer wurde festgenommen. Bei ihm wird ein rassistisches Motiv vermutet. 13 Stunden später tötete ein 24-Jähriger in Dayton im Bundesstaat Ohio neun Menschen. Er wurde von Einsatzkräften erschossen.

cr/dpa/afp
Mehr lesen über