Trump zu Clintons Syrien-Politik "Dann gibt es einen Dritten Weltkrieg"

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seiner Konkurrentin Hillary Clinton vorgeworfen, mit ihrer Syrien-Politik den Weltfrieden zu gefährden. Für den Syrienkrieg sieht der Republikaner nur eine Lösung.
Donald Trump sprach am Mittwoch in seinem in seinem Golf Club in Miami mit Reuters

Donald Trump sprach am Mittwoch in seinem in seinem Golf Club in Miami mit Reuters

Foto: REUTERS

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber hat mit einem drastischen Szenario vor einem Wahlsieg seiner demokratischen Konkurrentin gewarnt: "Der Syrienkonflikt wird in einem Dritten Weltkrieg enden, wenn wir auf Hillary Clinton hören", sagte Donald Trump der Nachrichtenagentur Reuters.

Trump spielte damit auf Clintons Syrien-Pläne an, Flugverbotszonen in dem umkämpften Land einzurichten, um Zivilisten zu schützen. Die Verteidigung solcher Zonen könnte Experten zufolge zu einem direkten Konflikt mit Russland führen, das in der Region Luftangriffe fliegt.

"Du kämpfst (dann) nicht mehr gegen Syrien, du kämpfst gegen Syrien, Russland und den Iran, OK? Russland ist eine Atommacht, aber eine, in der die Bomben funktionieren, anders als in anderen Ländern, die nur reden", sagte Trump

Der umstrittene Kandidat sprach sich dafür aus, dem Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat Vorrang vor allen anderen Zielen in der Außenpolitik einzuräumen. Auch die Entmachtung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad - seit langem ein vorrangiges Ziel der US-Außenpolitik - sei nicht die wichtigste Priorität. "Assad ist zweitrangig für mich, hinter dem IS. Wir sollten uns auf den IS konzentrieren, nicht auf Syrien."

Clinton hatte Trump zuletzt als Marionette von Kreml-Chef Wladimir Putin bezeichnet. Zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl führt sie in Umfragen.

Selbst Republikaner unterstützen Clinton mittlerweile. Colin Powell, ehemaliger Vier-Sterne-General und unter George W. Bush Außenminister, sagte am Dienstag auf einer Veranstaltung in New York, er werde die Demokratin wählen.

In dem Interview teilte Trump auch gegen den amtierenden Präsidenten aus - bezüglich seiner Rolle in Clintons E-Mail-Affäre. Barack Obama hatte in einem Fernsehinterview gesagt, er habe von ihrem privaten E-Mail-Server erst aus den Nachrichten erfahren.

Trump sagte nun, dass aus einer weiteren E-Mail-Veröffentlichung von Wikileaks hervorgehe, dass Obama von der privaten Mails gewusst habe. "Das ist eine große Sache. Das muss untersucht werden", so Trump.

rei/sun/Reuters

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