Sonntag, 15. Dezember 2019

Trump wettert über angeblichen Wahlbetrug Trumps Tochter Tiffany und Chefstratege Bannon als "Wahlbetrüger" entlarvt

Offenbar in zwei US-Staaten registriert: Trump-Tochter Tiffany

Donald Trump hat ein neues Lieblingsthema: Wahlbetrug. Seinen Angaben zufolge wurden bei der US-Wahl drei bis fünf Millionen Wählerstimmen unrechtmäßig abgegeben, der größte Teil zugunsten seiner Konkurrentin Hillary Clinton versteht sich, die dadurch den sogenannten Popular Vote, die absolute Mehrheit der abgegebenen Wählerstimmen also, gewonnen habe.

Möglich sei das, weil teilweise illegale Einwanderer gewählt hätten, so Trump. Oder auch Leute, die in zwei US-Staaten gleichzeitig für die Wahl registriert gewesen seien.

Obwohl er die Wahl gewonnen hat, will Trump deshalb nun eine Untersuchung durchführen lassen, um die angeblichen Unregelmäßigkeiten, für die es bislang keinen handfesten Beleg gibt, beweisen zu lassen.

Inzwischen gehen aber auch zahlreiche US-Medien den Behauptungen des neuen US-Präsidenten auf den Grund. Und die fördern Informationen zutage, die Trump alles andere als erfreuen dürften. So ist beispielsweise einer derjenigen, die in zwei Bundesstaaten für die Wahl registriert waren, Trumps Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon, bisheriger Chef der umstrittenen US-Online-Plattform Breitbart.

Trumps Chefstratege Bannon soll bei der Wahl ebenfalls in zwei Staaten eingetragen gewesen sein

Wie die "Washington Post" aus der "Sarasota Herald Tribune" zitiert, war Bannon bei der jüngsten US-Wahl sowohl in Florida als auch in New York als Wähler eingetragen. Einer Reporterin der "Post" zufolge hat Bannon zwar versucht, die Registrierung in Florida rückgängig zu machen - jedoch ohne Erfolg.

Und damit nicht genug: Auch Donald Trumps Tochter Tiffany war nach Angaben der "Post" in zwei Staaten registriert, nämlich in New York und in Pennsylvania. Gleiches gelte für den künftigen Finanzminister der Vereinigten Staaten, Steven Mnuchin, so die Zeitung.

Damit gibt es bereits drei Personen aus dem nächsten Umfeld des US-Präsidenten, die als Belege für die Wahlbetrugsvorwürfe Trumps dienen können - allerdings kaum in der Weise, wie sich das der Präsident vorgestellt haben dürfte. Kaum anzunehmen jedenfalls, dass einer der drei seine Stimme - oder eine seiner beiden Stimmen - für Hillary Clinton abgegeben hat.

Zuvor hatte bereits eine andere kuriose Geschichte die Runde gemacht. Demzufolge soll Trump als Kronzeugen für seine Behauptungen, bei der US-Wahl sei im großen Stil betrogen worden, den deutschen Profigolfer Bernhard Langer herangezogen haben - während dessen Tochter gleichzeitig beteuert, Langer sei kein Freund Trumps und sie verstehe nicht, weshalb letzterer über den Golfer reden sollte.

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