Geld für Corona-Tests und Impfstoff-Forschung Geberkonferenz sammelt 8 Milliarden Dollar ein

Forschen für den Impfstoff: Geberländer investieren Milliarden

Forschen für den Impfstoff: Geberländer investieren Milliarden

Foto: Carl Recine / Reuters

Die Teilnehmer einer von der EU organisierten internationalen Geberkonferenz haben am Montag 7,4 Milliarden Euro (8 Milliarden Dollar) für einen Impfstoff und den Kampf gegen das neuartige Coronavirus zugesagt. "Der heutige Sprint war ein großartiger Start für unseren Marathon", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. In den kommenden Monaten werde noch "viel mehr" gebraucht. Die Veranstaltung verfehlte demnach knapp das erklärte Ziel von 7,5 Milliarden Euro.

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Nach Angaben der EU-Kommission leitete Frankreich mit rund 1,5 Milliarden Euro an Zusagen und Kreditgarantien den größten Beitrag. Die Brüsseler Behörde selbst steuerte einen ähnlichen Betrag zu. Besonders großzügig zeigten sich zudem Japan, Kanada, Großbritannien, Deutschland und Saudi-Arabien. Auch die Pop-Ikone Madonna habe eine Million Euro gespendet, sagte von der Leyen.

Geld geht an Impfstoffallianzen Cepi und Gavi

Das Geld soll in erster Linie an anerkannte globale Gesundheitsorganisationen wie die internationalen Impfstoffallianzen Cepi und Gavi gehen. Vier Milliarden Euro davon sollen in die Entwicklung eines Impfstoffs fließen und mit zwei Milliarden Euro die Behandlungsmöglichkeiten und mit 1,5 Milliarden Euro die Testkapazitäten weltweit ausgeweitet werden.

An der als "Global Response" betitelten Initiative war auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beteiligt. Unterstützt wurde das Vorhaben zudem von der Weltbank und privaten Stiftungen wie dem Wellcome Trust und der Bill and Melinda Gates Foundation. Aus der Liste der G7-Staaten fehlten lediglich die USA. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag verkündet, die USA würden bis Ende des Jahres selbst einen Impfstoff entwickeln.