Chasing Ice

Schmelzende Arktis Hier verschwindet ein Gletscherstück, fast so groß wie Manhattan

Naturfotograf James Balog ist jahrelang durch die Arktis gereist, um das Schmelzen der Polkappen zu dokumentieren. Herausgekommen ist Film "Chasing Ice" - manager-magazin.de zeigt einen Ausschnitt aus dem spektakulären Streifen.

Hamburg - Als es beginnt, ist Adam LeWinter gerade am Telefon. Alles sei ruhig, gibt er an James Balog durch, der Wind sei ein bisschen stark. Auf einmal ertönt ein tiefes Grummeln. Das Eisfeld, an dessen Rand LeWinter und ein Kollege ihr Zelt aufgeschlagen hat, gerät in Bewegung. Es geht los.

Eisblöcke, so groß wie Hochhäuser, neigen sich zur Seite und fallen ineinander zusammen. Lawinen fegen Hänge aus Eis hinunter. Der Gletscher bei Ilulissat in Grönland kalbt. Eine gute Stunde später wird er ein Stück verloren haben, das fast so groß ist wie die New Yorker Insel Manhattan.

Die Filmsequenz ist Teil von"Chasing Ice" , einer preisgekrönten Dokumentation über die schmelzende Eiskappe der Arktis. Hinter dem Werk steht der Naturfotograf James Balog; zusammen mit einem knapp 20 Mann starken Team hat er über Jahre hinweg Zeitrafferkameras im eisigen Norden der Welt verteilt, um die Veränderungen der Gletscher der Welt zu dokumentieren. Balog möchte damit zusätzliche Beweise für den Klimawandel liefern.

Angefangen habe sei Engagement in der Arktis, als er dort für National Geographic Gletscher und Eisberge fotografiert habe, schreibt der Fotograf auf seiner Website. Er sei zunächst selbst eher skeptisch gegenüber dem menschengemachten Klimawandel gewesen - diese Reise habe ihm aber schließlich die Augen geöffnet. Nun bemühe er sich, diese Erfahrung mit anderen Menschen zu teilen.

Übrigens: Auch die großen Energiekonzerne versuchen filmisch, die Menschen von ihrer Sicht der fossilen Energie zu überzeugen - mit zum Teil bizarren Folgen.

luk / Chasing Ice
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