Mittwoch, 13. November 2019

Ladestationen für Elektroautos Beim Autogipfel im Kanzleramt soll der Knoten platzen

Überall in Deutschland fehlt es an Ladestationen für Elektroautos, bemängelt nicht nur die Autoindustrie. Ohne sie werde der Anteil der E-Autos nicht entscheidend steigen können und die CO2-Reduktion im Verkehr nicht erreicht.

Spitzenvertreter aus Politik und der Autobranche wollen sich am Montagabend erneut treffen und dabei unter anderem Details zum Ausbau der Ladestationen für Elektrofahrzeuge klären. Sprecher der Bundesregierung und des Branchenverbandes VDA bestätigten am Freitag den Termin für den Autogipfel im Kanzleramt.

Kanzlerin Angela Merkel wird dann unter anderem Verkehrsminister Andreas Scheuer, Finanzminister Olaf Scholz und Arbeitsminister Hubertus Heil empfangen. Unklar ist noch die Teilnahme von Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der sich zuletzt bei einem Sturz das Nasenbein gebrochen hatte. Erwartet werden zudem Vertreter der Gewerkschaften und mehrere Vorstände der Hersteller.

Zu den Themen zählen neben den Ladestationen unter anderem auch Digitalisierung und autonomes Fahren, wie mit den Vorbereitungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. In einigen Bereichen soll es auc Beschlüsse geben, heißt es.

Ladestationen, Digitalisierung und autonomes Fahren sind Thema

Bei Ladestationen dürfte eine Einigung mindestens skizziert werden. Hier gebe es seit längerem Gespräche der Energiekonzerne mit dem Verkehrsministerium, sagten mehrere Insider. Um letzte Details dürfte am Montag noch gerungen werden. Befürchtungen der Versorger, bereits gebaute Ladesäulen könnten zur Investitionsruine werden, seien beseitigt.

Der scheidende VDA-Präsident Bernhard Mattes hatte zuletzt betont, es müsse vor allem bei der Ladeinfrastruktur für Elektroautos Fortschritte geben. Um die CO2-Ziele der EU bis 2030 zu erreichen, müssten bis dahin auf deutschen Straßen sieben bis zu 10,5 Millionen E-Autos unterwegs sein.

Bei Lademöglichkeiten sei auch die Politik gefordert, vor allem die Kommunen, weil sie die Gegebenheiten vor Ort am besten kennen würden. "Die heute vorhandenen gut 20.000 öffentlichen Ladepunkte reichen nicht. Notwendig bis 2030 sind eine Million öffentliche Ladepunkte, zusätzlich 100.000 Schnellladepunkte und mehrere Millionen private Ladepunkte."

Merkel sagte zuletzt, der strategische Dialog mit der Autobranche werde am Montag fortgesetzt. "Dabei wird es natürlich auch um die Frage gehen, wie wir als Staat die Transformation zum Beispiel der Antriebstechnologien so mitgestalten und mitbegleiten können, dass Fachkräfte erhalten bleiben und das Fachkräftepotenzial nicht verloren geht." Details nannte sie nicht.

rei/Reuters

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