Mittwoch, 8. April 2020

US-Vorwahlkampf Sanders denkt offenbar über Rückzug nach

Vor dem Rückzug? US-Präsidentschaftsanwärter Bernie Sanders musste zuletzt Niederlagen einstecken.
Matt Rourke / AP Photo
Vor dem Rückzug? US-Präsidentschaftsanwärter Bernie Sanders musste zuletzt Niederlagen einstecken.

Gibt Bernie Sanders auf? Nach einer Niederlagenserie gegen seinen Rivalen Joe Biden im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten will der 78-jährige Senator seine Bewerbung überdenken. Er werde mit seinen Anhängern Gespräche führen, "um seine Kampagne zu bewerten", teilte Wahlkampfleiter Faiz Shakir mit.


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Bild: REUTERS/Kevin Lamarque

Sanders hatte am Dienstag bei Vorwahlen in den drei Bundesstaaten Florida, Arizona und Illinois erneut deutlich schwächer abgeschnitten als Biden. Der einstige Stellvertreter von Barack Obama liegt nun im Rennen um die Kandidatur der Demokraten kaum noch einholbar in Führung. Die Präsidentenwahl ist für den 3. November angesetzt. Für die Republikaner tritt erneut Amtsinhaber Donald Trump an.

Noch mindestens drei Wochen bis zu den nächsten Vorwahlen

Wann konkret mit einer Entscheidung von Sanders über die Zukunft seiner Bewerbung zu rechnen ist, sagte Shakir nicht. Er verwies darauf, dass es bis zu den nächsten Vorwahlen noch drei Wochen dauere. In der Zwischenzeit werde sich Sanders darauf konzentrieren, wie die Regierung auf den Coronavirus-Ausbruch reagiere und wie man sich am besten um Arbeiter und diejenigen kümmern könne, die am verletzlichsten seien. Wegen der Corona-Krise werden die Abstimmungen aber womöglich verschoben.

Sanders bezeichnet sich selbst als demokratischen Sozialisten und ist vor allem bei jüngeren Parteianhängern beliebt. Um Biden schart sich dagegen Umfragen zufolge mittlerweile eine breite Koalition, die sich aus allen anderen Wählergruppen zusammensetzt.

Die Vorwahlen am Dienstag standen ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Viele Wähler bewegte vor allem eine Frage: Wer kann das Land besser durch eine große Krise bringen, Biden oder Sanders? Die Antwort bei einer Umfrage in den drei Vorwahlstaaten fiel klar zugunsten des 77-jährigen Biden aus. Sieben von zehn Befragten trauen ihm zudem eher zu, Trump zu besiegen.

spon/als/cr/rtr

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