CSU bestätigt gemeinsame Kanzlerkandidatin Angela Merkel soll's machen

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel wird nun auch offiziell von der CSU als Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl unterstützt. Jetzt wollen die Parteispitzen das gemeinsame Wahlprogramm erarbeiten.
Gemeinsam sind wir stark: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in München zum Spitzentreffen von CDU und CSU

Gemeinsam sind wir stark: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in München zum Spitzentreffen von CDU und CSU

Foto: DPA

In einer Sitzung der beiden Parteipräsidien in München hat CSU-Chef Horst Seehofer am Montag im Namen seiner Partei die Unterstützung für Bundeskanzlerin Angela Merkel (62) als Kanzlerkandidatin bei der diesjährigen Bundestagswahl erklärt. Er habe dafür einhelligen Beifall bekommen, verlautete aus Parteikreisen.

Merkel hatte bereits im November angekündigt, dass sie zu einer vierten Kanzlerkandidatur bereit sei. Von der CDU wurde sie bei einem Parteitag im Dezember dafür bestätigt.

Das Wahlprogramm der Union soll nach dem Willen von Merkel und Seehofer grundsätzliche Antworten auf die Sorgen der Menschen in Deutschland bieten. Es gehe zunächst darum, die Schwerpunkte des Wahlprogrammes zu identifizieren und zu überlegen, "in welchen Bereichen es in den nächsten Jahren besondere Lösungen braucht - national wie international", sagte Seehofer am Montag kurz vor der gemeinsamen Sitzung der Parteipräsidien.

Am 24. September findet die Bundestagswahl statt. Zuletzt hatte die SPD in Umfragen deutlich aufgeholt und den Abstand zur Union verringern können.

"Wir werden heute die Schwerpunkte für unser Wahlprogramm identifizieren und den beiden Generalsekretären den Auftrag erteilen, gemeinsam mit den Experten der beiden Parteien bis zum Sommer ein gemeinsames Wahlprogramm auszuarbeiten", kündigte Seehofer an. Ein Wahlprogramm müsse immer nahe an der Aktualität sein.

"Es macht keinen Sinn, im Februar eines Jahres schon alles festzulegen und zu verkünden." Bei der Sitzung wollen Merkel und Seehofer ein gemeinsames Papier präsentieren, welches dem Vernehmen nach die Grundzüge der gemeinsamen Unions-Politik beschreibt, ohne jedoch schon bereits konkrete Inhalte zu benennen.

rei/dpa
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