Samstag, 25. Mai 2019

Streik der Lokführer Verdi-Chef Bsirske weist Weselsky zurecht

GDL-Chef Klaus Weselsky: Die Bahn spricht von "Allmachtsphantasien eines einzelnen Funktionärs"

Selbst innerhalb der Gewerkschaften hört das Verständnis für den Machtpoker der Lokführergewerkschaft GDL auf. Verdi-Chef Frank Bsirske hat GDL-Chef Weselsky scharf kritisiert: Weselsky führe einen Machtkampf mit anderen Gewerkschaften - zu Lasten der Reisenden und Beschäftigten.

Berlin - Die GDL blockiere gemeinsame Tarifverhandlungen mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit unterschiedlicher Federführung je nach Beschäftigtengruppe, "obwohl im öffentlichen Dienst seit langem gezeigt wird, dass DGB- und Beamtenbund-Gewerkschaften erfolgreich zusammenarbeiten können", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske am Mittwoch in Berlin.

So entstehe der Eindruck, als gehe es der GDL vorrangig gar nicht um die Durchsetzung ihrer Tarifforderung, sondern darum, einen Konkurrenzkampf mit der EVG auszufechten.

"Am Ende geht das zulasten der Beschäftigten wie der Kundinnen und Kunden der Bahn", meinte Bsirske. Verdi ist wie die EVG im DGB organisiert, die GDL ist Mitglied des Beamtenbundes

la/dpa

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