Freitag, 24. Mai 2019

Ex-Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick geht unter die Finanzinvestoren

Karl-Gerhard Eick: Nach der Pleite von Arcandor ging Eick nach London. Nun wird er gemeinsam mit dem Ex-Lehman-Banker Vincent Mai in Deutschland aktiv

Ex-Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick berät den New Yorker Investor Cranemere beim Aufbau eines Beteiligungsgeschäfts in Deutschland. Der Fonds soll primär in Mittelständler in den USA und im deutschsprachigen Raum investieren.

Hamburg - Der frühere Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick berät den New Yorker Investor Vincent Mai und dessen Deutschland-Statthalter Olivier Weddrien beim Aufbau eines Beteiligungsgeschäfts in Deutschland. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (22. November) im Handel ist.

Dem Bericht zufolge hat sich der Ex-Lehman-Banker Vincent Mai 2011 nach über 20 Jahren an der Spitze des amerikanischen Finanzinvestors AEA in den Ruhestand verabschiedet und kürzlich, im Alter von 72 Jahren, die Industrieholding Cranemere gegründet. Für dieses Vehikel mit Büros in New York, London, Frankfurt und Südafrika sammelt der aus Südafrika stammende Mai derzeit etwa eine Milliarde Dollar Eigenkapital ein.

Der Fonds soll primär in Mittelständler in den USA und im deutschsprachigen Raum investieren. Cranemeres Geschäfte in Deutschland führt Weddrien, bis 2012 Co-Chef der damaligen DZ-Bank-Tochter DZ Equity Partner.

Aufsichtsratsmandate möglich

Wenn sich Cranemere an Firmen beteiligt, könnte Eick dort nach Informationen von manager magazin auch als Aufsichtsrat aktiv werden. 2011 und 2012 saß Eick schon für die Investoren DZ Equity Partner und Granville Baird im Beirat des bayerischen Steigtechnikherstellers Zarges Tubesca.

Der frühere Finanzvorstand der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen war 2009 für sechs Monate Vorstandschef des Handelskonzerns Arcandor, bis dieser in die Insolvenz ging. Dieses Intermezzo bekam Eick mit zwölf Millionen Euro vergütet. Seither lebt er in London und ist unter anderem Aufsichtsrat der früheren Krisenbank IKB. Vor einem Jahr beriet er für einige Monate auch den inzwischen insolventen Windparkentwickler Windreich.

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung