Sonntag, 15. Dezember 2019

Aus Geldmangel Frankreich gibt Ku'damm-"Maison" auf

"Maison de France": Frankreich verkündet Rückzug vom Ku'damm

Es ist ein Zeichen der Schwäche: Frankreich muss Immobilien im Ausland verkaufen, um seinen Geldmangel zu lindern. Auch bekannte Gebäude sind betroffen. Jetzt müssen die Franzosen die "Maison de France" in Berlin antasten - und vom Ku'damm zu billigeren Pariser Platz umziehen lassen.

Berlin - Weil Frankreich sparen muss, zieht das französische Kulturzentrum "Maison de France" in Berlin vom Kurfürstendamm an den Pariser Platz um. Neuer Sitz soll das Gebäude der französischen Botschaft sein. Das 1991 erworbene Haus am Kurfürstendamm soll verkauft werden, wie es in einer Mitteilung auf der Internetseite der Französischen Botschaft heißt. Grund für den Umzug seien die Haushaltsanstrengungen zur Sanierung der öffentlichen Finanzen.

Frankreich müsse einen beträchtlichen Teil seiner Immobilien im In- und Ausland verkaufen. Das über Berlin hinaus bekannte "Maison de France" war seit Gründung 1950 Ort für Sprachkurse, Filme im "Cinema Paris", Theatervorstellungen und Lesungen. Der Umzug werde weder Auswirkungen auf den Personalbestand noch auf den Status des Institut français haben. Einzig der Standort werde sich ändern. Das "Maison de France" war 1983 in den Schlagzeilen, als es von einem Sprengstoffanschlag mit einem Toten getroffen wurde.

kst/dpa

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