Montag, 9. Dezember 2019

Europa nachgeeifert Kalifornien startet Emissionshandel

Kalifornien: US-Bundesstaat wagt sich an den Emissionshandel

Europa hatte zuerst den Handel mit Verschmutzungsrechten eingeführt, jetzt kopiert der US-Bundesstaat Kalifornien das marktwirtschaftliche Anreizsystem zur möglichst emissionsfreien Produktion. Die erste Auktion der Verschmutzungsrechte hat Kalifornien Millionen eingebracht. 

Washington - Im Kampf gegen die Klimaerwärmung hat Kalifornien als erster US-Bundesstaat Emissionszertifikate verkauft. Bei der ersten Auktion seien 233 Millionen Dollar (182 Millionen Euro) in die Kasse gekommen, teilte die federführende Behörde am Dienstag mit. Mit dem Verkauf aller 23,1 Millionen Zertifikate ist das zweitgrößte Emissionshandelssystem der Welt nach dem der Europäischen Union (EU) erfolgreich in Kraft getreten. Es hatte Zweifel gegeben, ob ein solches System in den USA funktionieren würde.

Beim Emissionshandel erkaufen sich Unternehmen das Recht, eine bestimmte Menge des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre zu pusten. Bis 2020 will Kalifornien den Ausstoß von CO2 und anderen Klimakillern um 17 Prozent reduzieren. Kritiker befürchten, die zusätzlichen Kosten könnten Unternehmen aus Kalifornien vertreiben. Kalifornien ist der größte, reichste und produktivste US-Bundesstaat.

kst/dpa-afx

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